Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.476,43
    -32,76 (-0,21%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.257,98
    +16,86 (+0,40%)
     
  • Dow Jones 30

    33.883,17
    -170,77 (-0,50%)
     
  • Gold

    1.878,30
    -52,50 (-2,72%)
     
  • EUR/USD

    1,0808
    -0,0103 (-0,94%)
     
  • BTC-EUR

    21.659,66
    -503,35 (-2,27%)
     
  • CMC Crypto 200

    536,11
    -0,75 (-0,14%)
     
  • Öl (Brent)

    73,35
    -2,53 (-3,33%)
     
  • MDAX

    29.778,59
    -30,33 (-0,10%)
     
  • TecDAX

    3.338,57
    +2,59 (+0,08%)
     
  • SDAX

    13.494,83
    -5,62 (-0,04%)
     
  • Nikkei 225

    27.509,46
    +107,41 (+0,39%)
     
  • FTSE 100

    7.901,80
    +81,64 (+1,04%)
     
  • CAC 40

    7.233,94
    +67,67 (+0,94%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.012,64
    -188,18 (-1,54%)
     

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt zu - Erste Verlustwoche des Jahres

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach den deutlichen Vortagesverlusten einen Erholungskurs eingeschlagen. Der Leitindex Dax DE0008469008 profitierte von der freundlichen Wall Street und kletterte wieder über die runde Marke von 15 000 Punkten. Am Ende stand ein Plus von 0,76 Prozent auf 15 033,56 Punkte zu Buche. Die Wochenbilanz jedoch fällt nach der jüngsten Rally mit minus 0,35 Prozent erstmals in dem noch jungen Börsenjahr negativ aus. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen gewann am Freitag 1,34 Prozent auf 28 476,56 Punkte.

Am Donnerstag hatten Sorgen vor einer Rezession in den USA den Aktienmarkt auf Talfahrt geschickt. Nun kam Unterstützung für die Börsenstimmung durch den US-Streamingdienst Netflix US64110L1061, der mit einem starken Schlussquartal sowie mit seinem Neukundenzuwachs überzeugte und damit insbesondere die Technologiewerte jenseits des Atlantiks beflügelte.

Unter den Einzelwerten hierzulande stachen Siemens Energy DE000ENER6Y0 mit kräftigen Kursschwankungen heraus. Am Ende gingen die Aktien 0,8 Prozent höher aus dem Handel. Dem Energietechnikkonzern machen die Probleme der Windkrafttochter Siemens Gamesa ES0143416115 weiter schwer zu schaffen, weshalb er seine Margenprognose für das laufende Geschäftsjahr senkte. Allerdings überraschten alle anderen Geschäftsbereiche von Siemens Energy positiv und zudem wurde die Jahresprognose für den freien Barmittelzufluss trotz der Probleme angehoben.

An der Dax-Spitze wurden die Anteilsscheine von Zalando DE000ZAL1111 von einem positiven Analystenkommentar beflügelt und zogen um rund fünf Prozent an. Die Analysten der Bank of America sind nun insgesamt positiv gestimmt für europäische Online-Einzelhändler. Mit den stark gesunkenen Erwartungen sei der Sektor nunmehr attraktiv bewertet, wobei die Chancen überwögen. 2023 dürfte zwar kaum Umsatzwachstum bringen, doch hätten sämtliche Unternehmen das Problem verstanden und feilten jetzt an den Kosten und der Bilanz.

Gegen den freundlichen Trend gaben die T-Aktien DE0005557508 geringfügig nach. Sie litten darunter, dass T-Mobile US US8725901040 Ziel eines Cyberangriffs geworden ist. Die US-Tochter der Deutschen Telekom schließt nicht aus, dass durch den Vorfall hohe Kosten entstehen könnten.

Aufmerksamkeit zogen zudem die Anteile von Hypoport DE0005493365 auf sich, die als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 3,7 Prozent einbüßten. Der Finanzdienstleister hatte sich durch die Ausgabe neuer Aktien frisches Geld besorgt, um wieder auf Wachstumskurs gehen zu können. Die Anleger zeigten sich dennoch verschnupft, denn nach einer Kapitalerhöhung ist der eigene Anteil an dem Unternehmen bezüglich des Stimmrechtes erst einmal weniger wert als vor dieser Maßnahme.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 0,63 Prozent auf 4119,90 Punkte. Der französische Leitindex Cac 40 FR0003500008 stieg genauso deutlich, während der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,3 Prozent zulegte. In New York notierte der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Börsenschluss ebenfalls moderat im Plus.

Der Kurs EU0009652759 des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0826 (Donnerstag: 1,0815) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9237 (0,9246) Euro. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos ihre Linie bekräftigt, die Geldpolitik zur Bekämpfung der hohen Inflation weiter signifikant zu straffen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,03 Prozent am Vortag auf 2,13 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 sank um 0,42 Prozent auf 127,08 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 verlor 0,88 Prozent auf 138,22 Zähler./la/nas

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---