Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 34 Minuten
  • DAX

    14.404,59
    -43,02 (-0,30%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.948,09
    -8,44 (-0,21%)
     
  • Dow Jones 30

    33.947,10
    -482,78 (-1,40%)
     
  • Gold

    1.790,20
    +8,90 (+0,50%)
     
  • EUR/USD

    1,0513
    +0,0015 (+0,15%)
     
  • BTC-EUR

    16.190,39
    -344,16 (-2,08%)
     
  • CMC Crypto 200

    401,24
    -9,98 (-2,43%)
     
  • Öl (Brent)

    75,82
    -1,11 (-1,44%)
     
  • MDAX

    25.754,55
    -148,90 (-0,57%)
     
  • TecDAX

    3.068,10
    -43,15 (-1,39%)
     
  • SDAX

    12.409,90
    -120,58 (-0,96%)
     
  • Nikkei 225

    27.885,87
    +65,47 (+0,24%)
     
  • FTSE 100

    7.534,40
    -33,14 (-0,44%)
     
  • CAC 40

    6.680,40
    -16,56 (-0,25%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.239,94
    -221,56 (-1,93%)
     

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwächelt nach wochenlanger Rally

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Dax DE0008469008 hat nach einer wochenlangen Erholungsrally am Montag Ermüdungserscheinungen gezeigt. Zum Handelsende verlor der deutsche Leitindex 0,36 Prozent auf 14 379,93 Punkte. Wirkliche Anzeichen von Schwäche sieht Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets allerdings nicht. Offenbar bremse lediglich die "dahindümpelnde Wall Street" den Dax auf seinem Weg in Richtung 15 000 Punkte.

Für den MDax DE0008467416 der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es letztlich um 0,77 Prozent auf 25 547,45 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verabschiedete sich 0,40 Prozent tiefer bei 3909,28 Punkten. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben ebenfalls moderat nach. In New York stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Börsenschluss gut 0,3 Prozent im Minus.

Dank sieben Gewinnwochen in Folge hat der Dax vom Jahrestief Ende September aus 21 Prozent Boden gut gemacht und den Jahresverlust von 25 auf neuneinhalb Prozent eingedämmt. In diese Richtung könnte es Oldenburger zufolge auch weitergehen. Denn die Statistik verspreche für den Zeitraum zwischen Thanksgiving an diesem Donnerstag und Neujahr eine saisonal starke Kursentwicklung. Bereits jetzt eine Jahresendrally auszurufen, könnte sich allerdings als verfrüht herausstellen, warnte der Experte. "Dafür stellen die nächsten Inflationsdaten und nicht zuletzt die Dezember-Sitzungen von EZB und (US-Notenbank) Fed noch beträchtliche Hürden dar."

Erzeugerpreise aus Deutschland für den Oktober gaben am Montag Hinweise auf einen nachlassenden Preisdruck. Die Daten machten Hoffnung, dass auch bei den Verbraucherpreisen bald der Hochpunkt der Inflationsrate erreicht wird, auch wenn das Inflationsproblem damit noch lange nicht überwunden sei, hieß es dazu von der Commerzbank. Der jüngste Aufwärtsschub am Aktienmarkt gründet vor allem auf den nachlassenden Inflationsdruck, entsprechende Daten aus den USA hatten unlängst die Rally befeuert und zugleich die Hoffnung der Aktien-Anleger auf künftig nicht mehr so stark steigende Zinsen genährt.

Für etwas Unbehagen sorgte die Corona-Lage in China, wo vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen am Sonntag der erste Corona-Tote seit gut einem halben Jahr gemeldet worden war. Anleger fürchten nun, das Land könnte nach zuletzt vorsichtigen Signalen einer gewissen Öffnung die Zügel wieder anziehen - dies lastete vor allem in Hongkong auf den Aktienkursen.

Am deutschen Aktienmarkt sendete der Linux-Softwarespezialist Suse LU2333210958 mit einer starken Quartalsentwicklung und einem optimistischen Ausblick positive Signale. Die im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 notierten Papiere gewannen dreieinhalb Prozent.

Bei Uniper DE000UNSE018 nimmt die Bodenbildung weiter Formen an. Die Papiere des Energiekonzerns stiegen an der SDax-Spitze nochmals um rund ein Viertel ihres Werts auf 6,85 Euro. Zwischenzeitlich hatten sie im Zuge der Gas-Krise und dem Aus für Nord Stream 2 im Jahr 2022 rund 94 Prozent verloren auf ein Rekordtief von 2,55 Euro.

Übernahmespekulationen trieben die Papiere von Index-Nachbar Atoss Software DE0005104400 um fast dreieinhalb Prozent nach oben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf informierte Personen gemeldet, dass Gründer und Vorstandschef Andreas Obereder gemeinsam mit Beratern mit verschiedenen Finanzinvestoren Gespräche über einen möglichen Verkauf der Firma geführt habe. Aus dem Unternehmen hieß es gegenüber Bloomberg, es gebe keinen laufenden Verkaufsprozess für die Firma. Immer wieder mal gebe es Interessensbekundungen von Investoren. Zu den kolportierten Erwägungen von Obereder wollte das Unternehmen demnach keine Stellung nehmen.

Im Dax nahmen die Anleger bei den Aktien des Kunststoffkonzerns Covestro DE0006062144 und des Aromenherstellers Symrise DE000SYM9999 sowie bei den Siemens-Papieren DE0007236101 nach jüngst starkem Lauf Gewinne mit, die Titel verloren bis dreieinhalb Prozent.

Rheinmetall DE0007030009-Titel legten indes als MDax-Spitzenreiter um gut drei Prozent zu. Die Deutsche Bank rät zum Kauf. Analyst Christoph Laskawi verweist auf die Mittelfristziele des Rüstungskonzerns und Autozulieferers und sieht die Papiere auch als gute Absicherung gegen negative konjunkturelle Trends im kommenden Jahr.

Die Anteilsscheine des Softwareherstellers Teamviewer DE000A2YN900 gewannen direkt dahinter zwei Prozent. Sie profitierten von einer Hochstufung durch die britische Bank Barclays. Um rund fünfeinhalb Prozent nach unten ans MDax-Ende ging es unterdessen für die Papiere des IT-Dienstleisters Bechtle DE0005158703. Hier senkte die Bank Exane BNP Paribas den Daumen und votiert nun mit "Neutral".

Die Signale eines nachlassenden Inflationsdrucks belasteten den Euro EU0009652759. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0237 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,0246 (Freitag: 1,0366) Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,06 Prozent am Freitag auf 2,01 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,16 Prozent auf 127,42 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 stieg um 0,22 Prozent auf 140,40 Zähler./gl/nas

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---