Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.150,03
    +17,18 (+0,11%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.178,01
    +4,03 (+0,10%)
     
  • Dow Jones 30

    33.978,08
    +28,67 (+0,08%)
     
  • Gold

    1.927,60
    -2,40 (-0,12%)
     
  • EUR/USD

    1,0874
    -0,0018 (-0,16%)
     
  • BTC-EUR

    21.487,10
    +62,96 (+0,29%)
     
  • CMC Crypto 200

    526,66
    +9,65 (+1,87%)
     
  • Öl (Brent)

    79,38
    -1,63 (-2,01%)
     
  • MDAX

    29.075,86
    +285,46 (+0,99%)
     
  • TecDAX

    3.203,45
    -0,19 (-0,01%)
     
  • SDAX

    13.303,15
    +69,75 (+0,53%)
     
  • Nikkei 225

    27.382,56
    +19,81 (+0,07%)
     
  • FTSE 100

    7.765,15
    +4,04 (+0,05%)
     
  • CAC 40

    7.097,21
    +1,22 (+0,02%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.621,71
    +109,30 (+0,95%)
     

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt dank Konjunkturhoffnung im Aufwind

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt ist am zweiten Handelstag des Jahres gut geblieben. "Die Investoren setzen weiter auf eine absehbare Konjunkturerholung in China und dem Euroraum", kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow. Der Leitindex Dax DE0008469008 stieg am Dienstag um 0,80 Prozent auf 14 181,67 Punkte, womit er sich klar über der zuletzt viel beachteten 14 000-Punkte-Marke behauptete. Für den MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte ging es um 1,74 Prozent auf 25 917,57 Punkte hoch.

Der am Morgen veröffentlichte Einkaufsmanagerindex des chinesischen Wirtschaftsmagazins "Caixin" für Dezember war etwas besser ausgefallen als erwartet. Im Fokus standen auch Inflationsdaten aus Deutschland. Mit den vorläufigen Verbraucherpreisen für den Dezember "verdichtet sich die Vermutung, dass der Hochpunkt der Inflation hinter uns liegt, zur Gewissheit", kommentierte Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Teuerung sei allerdings immer noch "inakzeptabel hoch" und der Rückgang zumindest teilweise fiskalpolitischen Maßnahmen zur Dämpfung des Anstiegs der Energiepreise geschuldet.

Unter den deutschen Einzelwerten stach Dax-Spitzenreiter Brenntag DE000A1DAHH0 mit einem Plus von 4,8 Prozent positiv heraus. Der Chemikalienhändler verzichtet nach der öffentlichen Kritik eines Aktionärs auf die Übernahme des US-Konkurrenten Univar Solutions US91336L1070. Damit machte sich unter den verunsicherten Brenntag-Anlegern Erleichterung breit. Von einem Händler hieß es, mit den abgeblasenen Plänen sei das Risiko einer Kapitalerhöhung vom Tisch, die Aktien seien zudem günstiger zu haben als die von Branchenrivalen.

Einige der zinssensiblen Immobilien- und Onlinewerte, die 2022 zu den größten Verlierern gezählt hatten, setzten am zweiten Handelstag des neuen Jahres ihre Erholung fort. Sie profitieren nach der Bekanntgabe der jüngsten Teuerungsdaten aus Deutschland besonders stark von der Hoffnung auf einen nachlassenden Inflationsdruck, zu dessen Bekämpfung die Europäische Zentralbank (EZB) und andere große Notenbanken die Leitzinsen deutlich angehoben hatten.

Im Dax zählten der Immobilienkonzern Vonovia DE000A1ML7J1 sowie der Online-Händler Zalando DE000ZAL1111 mit Gewinnen von 1,8 beziehungsweise 2,9 Prozent zu den besseren Werten. Der Kochboxenlieferant Hellofresh DE000A161408 und der Essenslieferdienst Delivery Hero DE000A2E4K43 verzeichneten im MDax Aufschläge von 9,4 beziehungsweise 3,7 Prozent. Für TAG Immobilien DE0008303504 ging es um 3,1 Prozent nach oben. Der im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 gelistete Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 DE000A2LQ884 erholte sich um 5,5 Prozent.

Die 2022 gut gelaufenen Aktien von RWE DE0007037129 aber gerieten am Dienstag unter Druck und sackten am Dax-Ende um 4,7 Prozent ab. Auch europaweit EU0009658962 waren die als recht defensiv geltenden Branchenwerte kaum gefragt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg um 0,68 Prozent auf 3882,29 Punkte. Der französische Cac 40 FR0003500008 legte etwas weniger stark zu, während der Londoner FTSE 100 GB0001383545 nach einer feiertagsbedingten Pause um 1,4 Prozent anzog. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 fiel zum europäischen Handelsschluss um 0,7 Prozent. Auch in New York war am Montag nicht gehandelt worden.

Der Euro EU0009652759 verlor nach den Inflationsdaten deutlich. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0545 (Montag: 1,0683) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9483 (0,9361) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,47 Prozent am Vortag auf 2,35 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,86 Prozent auf 125,80 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 gewann 0,54 Prozent auf 135,16 Zähler./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---