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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax macht weiter Boden gut

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat sich am Montag weiter nach oben gearbeitet. Im späten Handel kletterte der deutsche Leitindex bis auf rund 15 619 Punkte, fiel dann zum Schluss aber wieder mit plus 0,36 Prozent auf 15 599,23 Punkte knapp unter die umkämpfte 15 600er-Marke. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenunternehmen schloss mit plus 0,07 Prozent auf 34 849,02 Punkte.

Moderate Kursgewinne an den New Yorker Börsen erwiesen sich als Stütze für den deutschen Markt. Insgesamt aber hielten sich die Anleger hierzulande eher wieder zurück, bevor die Quartalsberichtssaison in dieser Woche weiter an Fahrt gewinnt. Die steigenden Ölpreise verlören die Anleger dabei nicht aus den Augen, hieß es.

In der deutschen Wirtschaft hatte sich die Stimmung im Oktober angesichts anhaltender Probleme im globalen Handel erneut verschlechtert, was die Aktien-Anleger aber angesichts der bekannten Lieferkettenprobleme nicht mehr überraschte. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, war wie erwartet zum vierten Mal in Folge gefallen. "Aus der Corona-Krise ist eine Knappheitskrise geworden", schrieb dazu Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Den Lieferkettenproblemen zum Trotz erhöhte der Staplerhersteller Jungheinrich <DE0006219934> seine Ergebnisprognose für 2021, worauf die Aktien an der MDax-Spitze 5,8 Prozent gewannen. Mit ähnlich hohem Kursgewinn landeten die Titel von Bechtle <DE0005158703> auf Platz zwei. Der IT-Dienstleister überzeugte mit seinen Zahlen für das dritte Quartal die Anleger.

Wohl auch unter dem Einfluss hoher Kursgewinne und positiver Unternehmensnachrichten von Tesla <US88160R1014> knüpften Autowerte an ihre jüngst positive Tendenz an. Im Dax waren Porsche <DE000PAH0038>, Volkswagen <DE0007664039> und BMW <DE0005190003> vorne mit Kursgewinnen von bis zu 4,7 Prozent. Der US-Elektroautobauer hatte Berichte bestätigt, wonach der Autovermieter Hertz bis Ende kommenden Jahres 100 000 Fahrzeuge für seine Flotte bestellt hat.

Die Titel von CTS Eventim <DE0005470306> erlitten am MDax-Ende mit minus 3,6 Prozent einen weiteren Rückschlag. Anleger sorgten sich ob der wieder steigenden Corona-Zahlen in Deutschland und hätten bei den Anteilen des Ticketvermarkters und Event-Veranstalters vorsichtshalber weitere Gewinne mitgenommen, hieß es aus dem Handel. Seit ihrem Rekordhoch in der Vorwoche ist die Luft raus.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss prozentual fast unverändert auf 4188,31 Punkten. In Paris gab der Cac 40 <FR0003500008> moderat nach, in London gelang dem britischen FTSE 100 <GB0001383545> hingegen ein moderates Plus. In New York stand der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Handelsschluss etwas höher.

Der Euro <EU0009652759> litt unter dem schwachen Ifo-Geschäftsklimaindex und kostete zuletzt 1,1613 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1603 (Freitag: 1,1630) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8619 (0,8599) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,19 Prozent auf minus 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,11 Prozent auf 143,62 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> legte um 0,07 Prozent auf 168,58 Punkte zu./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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