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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Verhaltener Auftakt nach Rekordjagd

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekordhoch und anschließenden Kursverlusten zum Wochenauftakt hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag eine Auszeit gegönnt. Der Dax <DE0008469008> notierte im frühen Handel 0,01 Prozent tiefer bei 15 367,18 Punkten. Am Vortag war der Dax erstmals über die Marke von 15 500 Punkten gestiegen, hatte aber etwas tiefer geschlossen.

Der MDax <DE0008467416>, der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, stieg am Dienstag um 0,01 Prozent auf 33 101,03 Zähler. Der Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> gewann rund 0,5 Prozent, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> um rund 0,3 Prozent nachgab.

Dass Anleger in einer Rally wie derzeit auch mal Gewinne mitnehmen, sei völlig normal und störe keineswegs den Aufwärtstrend, bemerkte Marktanalyst Milan Cutkovic von Axi. Insgesamt bleibe die Risikoneigung am Markt relativ hoch. Die Inflationsängste hätten nachgelassen und der Ölpreis steige nach einer längeren Konsolidierungsphase wieder, angetrieben vom Konjunkturoptimismus an den Börsen. Insofern scheine der nächste Kurssprung nur eine Frage der Zeit zu sein, glaubt der Experte.

Aus Branchensicht waren am Dienstag vor allem Aktien aus dem Automobilsektor gefragt. So standen die Papiere von Volkswagen <DE0007664039> und Daimler <DE0007100000> mit Gewinnen von 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent an der Dax-Spitze. Die Titel von BMW <DE0005190003> hinkten mit plus 0,2 Prozent hinterher, obwohl der Autobauer im ersten Quartal einen Rekordabsatz und einen überraschend hohen Gewinn erzielt hatte.

Ein wichtiger Schritt beim schon länger geplanten Verkauf einer Sparte trieb die Aktien von K+S <DE000KSAG888> an der MDax-Spitze um 2,9 Prozent aufwärts. Der Düngerkonzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, hieß es von K+S.

Die Volkswagen-Lkw-Holding Traton <DE000TRAT0N7> blickt nach einem überraschend guten Jahresstart etwas optimistischer auf 2021 und erhöhte die Zielspanne für die operative Umsatzrendite. Ganz unerwartet sei dies nicht gekommen, sagte ein Händler. Die jüngst schwachen Zahlen von Volvo <SE0000115446> dürften aber die Meßlatte etwas tiefer gelegt haben. Traton-Aktien rückten zuletzt um 3,5 Prozent vor.

Der Motorenhersteller Deutz <DE0006305006> blickt nach einem erfolgreichen Jahresstart optimistischer nach vorne. Aufgrund einer besser als erwarteten Nachfrage in allen wesentlichen Anwendungsbereichen erhöhten die Kölner ihre Umsatz- und Ergebnisziele für 2021. Ein Händler lobte die Eckdaten zum ersten Quartal, den sehr ermutigenden Auftragseingang sowie den verbesserten Ausblick. Deutz-Papiere verteuerten sich um 3,0 Prozent.

Ein von der US-Bank JPMorgan ausgerufenes Kursziel von 350 Euro trieb die Papiere von Zooplus <DE0005111702> als SDax-Spitzenreiter um fast 7 Prozent auf 268,20 Euro nach oben. Analyst Borja Olcese sorgte mit seinem neuen Kursziel für Aufsehen. Das alte lag bei 225 Euro. Die Corona-Pandemie habe bei dem Online-Händler für Haustierbedarf alles zum Besseren geändert, schrieb er in einer Studie.