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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: SAP-Kurseinbruch zieht Dax runter

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hohe Kursverluste des Dax <DE0008469008>-Schwergewichts SAP <DE0007164600> nach einem enttäuschenden Ausblick des Softwarekonzerns haben am Montag den deutschen Aktienmarkt erheblich belastet. Der Dax rutschte um 2,30 Prozent auf 12 354,56 Punkte ab, während es für die SAP-Titel um fast 17 Prozent in den Keller ging. Die Vorwoche war mit einer Bilanz von minus rund zwei Prozent für den Dax bereits sehr schwach.

Trüb ist die Stimmung auch wegen der stark steigenden Corona-Infektionen in Europa, in den USA und neuerdings auch wieder in China. Marktstratege Stephen Innes von Axi Trader sprach daher vom "Covid-19-Blues". Und Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axi schrieb: "Immer mehr Länder in Europa steuern auf einen erneuten Lockdown zu. Die zweite Corona-Welle ist zweifelsohne da - es wächst nun die Angst an der Börse, sie könnte auch eine zweite massive Verkaufswelle bei Aktien auslösen."

Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Börsentitel kam am Montag bisher mit einem Minus von 0,56 Prozent auf 27 120,61 Zähler noch vergleichsweise glimpflich davon. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> fiel um 1,6 Prozent. Im Fokus steht hierzulande am Vormittag auch das Ifo-Geschäftsklima.

Unter den Einzelwerten stehen SAP mit den Geschäftszahlen vom Sonntagabend und einem trüberen Ausblick im Fokus. Die Corona-Pandemie hat Europas größten Softwarehersteller stärker im Griff als gedacht. JPMorgan reagierte mit einer Abstufung auf "Neutral" und monierte vor allem die gekappten Ziele für das Gesamtjahr und auf mittlere Sicht.

Glanzlos nannte UBS-Analyst Michael Briest das Zahlenwerk von SAP, das von den zurückgesetzten mittelfristigen Unternehmenszielen überschattet werde. Das Paradies sei verschoben worden, Anleger bräuchten Geduld, titelte Briest in seiner Studie. Zeitweise rutschten die Papiere des wertvollsten deutschen Konzerns unter 100 Euro auf ein Tief seit Anfang April. Zuletzt kosteten sie 104 Euro.

Deutlich nach unten ging es zunächst für die Anteile der Lufthansa <DE0008232125>, allerdings dämmten sie ihr Minus zuletzt auf nur noch eineinhalb Prozent ein. In einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter der Fluggesellschaft hieß es, die Anstrengungen, die Kosten weiter zu drücken, müssten nochmals verstärkt werden. Die Lufthansa leidet wie der gesamte Reisesektor besonders unter der Corona-Pandemie. Im aktuellen Umfeld mit abermals stark steigenden Infektionszahlen und Teil-Lockdowns haben es die Papiere der Airline sehr schwer.

Delivery Hero <DE000A2E4K43> waren mit plus 1,2 Prozent an der Dax-Spitze. Die Anteile des Essenslieferdienstes gelten als Pandemie-Gewinner, hatten in den vergangenen Tagen aber deutlich an Wert eingebüßt. Hellofresh <DE000A161408> setzten oben im MDax mit plus 3,8 Prozent ein positives Zeichen. Der Kochboxenversender profitiert ebenfalls von den Restriktionen in der Corona-Krise.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer <DE000BAY0017> baut sein Geschäft mit Zell- und Gentherapien mit der Milliardenübernahme des US-Unternehmens Asklepios BioPharmaceutical aus. Die Aktien schlugen sich am Montag mit minus 0,2 Prozent wesentlich besser als der Dax.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> fielen Jungheinrich <DE0006219934> nach ihrer jüngsten Kursrally mit einem Minus von mehr als fünf Prozent auf den letzten Platz. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hatte ihre Kaufempfehlung für die Anteile des Staplerherstellers gestrichen.