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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Rekordhoch beim MDax am großen Verfallstag

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einem weiterhin freundlichen Börsenumfeld hat der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen deutschen Werte am Freitag ein Rekordhoch erklommen. Insgesamt aber hielten sich die Bewegungen am hiesigen Aktienmarkt in Grenzen.

Der Leitindex Dax <DE0008469008> gab um 0,27 Prozent auf 15 685,18 Punkte nach. Damit ist das zu Wochenbeginn erreichte Rekordhoch von etwas mehr als 15 800 Punkten aber weiter in Sicht. Auf Wochensicht deutet sich ein minimales Minus an.

Der MDax legte am Freitag zuletzt um 0,18 Prozent auf 34 283,72 Punkte zu. Seine Bestmarke liegt nun bei rund 34 379 Punkten. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone wiederum gab leicht nach.

Im Tagesverlauf könnten derweil die Kurse stärker in Bewegung geraten, denn es ist großer Verfallstag. Kontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen laufen an diesem Tag aus. Die Umsätze sind dann oft sehr hoch, und die Kurse können stärker ausschlagen als üblich.

Hinweise der US-Notenbank (Fed) auf eine in Zukunft weniger expansive Geldpolitik hatten die Börsen in dieser Woche indes kaum belastet. Am Vortag war in New York der technologielastige Index Nasdaq 100 <US6311011026> sogar so hoch wie nie zuvor geklettert. "Die straffere Haltung der Fed haben die Börsen erstaunlich schnell überwunden", sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Die Aussicht auf früher steigende Zinsen und endende Anleihekäufe kann die Anleger im Moment nicht aus der Ruhe bringen."

Die geldpolitischen Beschlüsse aus Washington hätten auch ihre gute Seite, ergänzte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Zum einen reduzierten sich durch steigende Zinsen die Pensionsrückstellungen der großen Unternehmen, was ihre Bilanzen stärke. Zum anderen steige der US-Dollar. Und da Rohstoffe in der Regel in Dollar gehandelt werden, könne ein steigender Greenback fallende Rohstoffpreise auslösen, wodurch der gerade aufkommende Inflationsdruck wieder nachlassen würde.

Im Dax avancierten die Aktien des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA <DE0006599905> mit einem Plus von rund ein Prozent zum Spitzenreiter. Am Index-Ende büßten die Papiere des Konsumgüterkonzerns Henkel <DE0006048432> fast drei Prozent ein.

Im MDax hatten die Anteilsscheine von Encavis <DE0006095003> mit einem Plus von gut zwei Prozent die Nase vorn. Die Raiffeisen Bank hatte die Aktien des Wind- und Solaranlagenbetreibers zum Kauf empfohlen.

Für die Papiere von Brenntag <DE000A1DAHH0> ging es um knapp zwei Prozent nach oben. Der Chemikalienhändler rechnet für das laufende Jahr mit mehr Gewinn als bisher. Die Anhebung der Prognose geschah vor dem Hintergrund der starken Ergebnisse im ersten Quartal, der Fortsetzung des positiven Ergebnistrends im zweiten Quartal und unter Berücksichtigung der Aussichten für den weiteren Jahresverlauf.

Brenntag verspüre weiter rege Nachfrage und das Preisumfeld in der Branche bleibe vorteilhaft, schrieb Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan. Sollte das Management es schaffen, aus eigener Kraft ein nachhaltig verbessertes Wachstum zu erzielen, könne der in den Papieren eingepreiste Bewertungsabschlag kleiner werden.

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