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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Inflationssorgen machen Anlegern zu schaffen

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem verhaltenen Wochenauftakt haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Dienstag merklich nachgegeben. Sie orientierten sich damit stärker an den deutlichen Verlusten an den chinesischen Finanzplätzen als an den guten Vorgaben der Wall Street. Zudem rückten Inflationssorgen wieder stärker in den Vordergrund, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einem möglicherweise länger anhaltenden Preisauftrieb gewarnt hatte.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss mit einem Minus von 0,92 Prozent auf 4064,83 Punkte. In Paris gab der Cac 40 <FR0003500008> um 0,71 Prozent auf 6531,92 Zähler nach. Der FTSE 100 <GB0001383545> in London sank um 0,42 Prozent auf 6996,08 Punkte.

"Der Internationale Währungsfonds hat heute ausgesprochen, was viele Anleger an der Börse schon seit längerem umtreibt. Der Inflationsanstieg könnte ein permanenter werden und statt zuvor prognostizierter 1,6 Prozent Teuerung dürften die Preise in den Industriestaaten in diesem Jahr nun um 2,4 Prozent steigen", bemerkte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Dass der IWF in seinem Konjunkturausblick auf das Risiko einer nicht nur temporären Inflation hinweist, ist vielleicht die Nachricht des Tages."

Unter den Einzelwerten standen Quartalszahlen einiger großer Unternehmen im Anlegerfokus. Der geplante Verkauf des chinesischen Babynahrungsgeschäfts ließ den britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser <GB00B24CGK77> im ersten Halbjahr tief in die Verlustzone rutschen. Analysten zeigten sich enttäuscht, die Aktien sackten um 8,4 Prozent ab.

Noch stärker unter Druck standen die Titel der Beteiligungsgesellschaft Prosus <NL0013654783>. Hier ging es um 7,2 Prozent nach unten. Grund waren die anhaltenden Kursverluste bei der Beteiligung Tencent.

Besser sah es dagegen beim Luxusgüterkonzern LVMH <FR0000121014> aus. Dank einer starken Nachfrage aus Asien und den USA lag der Umsatz im ersten Halbjahr 14 Prozent höher als in der ersten Jahreshälfte 2019. Das sorgte bei Analysten für Zuversicht, überzeugte die Anleger jedoch nicht so recht. Die LVMH-Papiere sanken um 0,6 Prozent.

Mit plus 0,2 Prozent war die Kursreaktion auf die Ergebnisse von Michelin <FR0000121261> verhalten, obwohl der Reifenhersteller mit guten Zahlen für das erste Halbjahr aufgewartet hatte.

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