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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Indizes bauen dank US-Rückenwind Gewinne aus

·Lesedauer: 3 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die neuen Rekorde an der Wall Street haben Europas Börsen am Mittwoch zusätzlich Schwung gegeben. Dies- wie jenseits des Atlantiks freuten sich die Anleger über die sich nach einer Stichwahl in Georgia abzeichnende demokratische Mehrheit im US-Senat.

Der bereits vorher freundliche EuroStoxx 50 <EU0009658145> baute seine Gewinne im Kielwasser des US-Aktienmarktes aus, wo sowohl der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> als auch der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> Bestmarken erreichten. Zum Handelsende verbuchte der Eurozonen-Leitindex einen Kurszuwachs von 1,78 Prozent auf 3611,08 Punkte.

Für den französischen Cac 40 <FR0003500008> ging es letztlich um 1,19 Prozent auf 5630,60 Punkte hoch. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> gewann 3,47 Prozent auf 6841,86 Punkte und damit erneut deutlich stärker als die anderen Indizes.

Bei der Stichwahl in Georgia konnte sich der Demokrat Raphael Warnock Prognosen der US-Medien zufolge gegen die republikanische Senatorin Kelly Loeffler durchsetzen. Im zweiten Rennen lag der Demokrat Jon Ossoff demnach sehr knapp vor dem bisherigen Amtsinhaber David Perdue. US-Medien hielten sich zunächst dennoch mit Prognosen zum Ausgang der Stichwahl zurück, unter anderem weil bis Freitag noch mehrere tausend Briefwahlstimmen aus dem Ausland eintreffen können.

Sollten die Demokraten beide Rennen für sich entscheiden, hätten sie im Senat de facto eine Mehrheit und würden damit künftig beide Parlamentskammern sowie das Weiße Haus kontrollieren.

Angesichts der Nachrichten aus Georgia präsentierten sich die Anleger zur Wochenmitte risikofreudig. Davon profitierten im marktbreiten Stoxx Europe 600 <EU0009658202> insbesondere die als besonders konjunkturanfällig geltenden Bankwerte, deren Branchenindex um rund fünfeinhalb Prozent anzog.

Etwas Rückenwind könnte der Banksektor zudem vom jüngsten Zinsanstieg in den USA erhalten haben. Zehnjährige Staatsanleihen warfen am Mittwoch erstmals seit März vergangenen Jahres wieder mehr als ein Prozent Rendite ab. Damit hat sich diese seit Anfang August verdoppelt. Das US-Bondgeschäft als wichtige Einnahmequelle der Geldhäuser könne sich somit etwas aufhellen, hieß es im Handel.

Die Indizes der ebenfalls stark zyklischen Rohstoff- und Ölwerte stiegen um 4 beziehungsweise 3,8 Prozent - letzteren half auch, dass die Ölpreise dank der Förderkürzung der Opec+ sowie überraschend stark gesunkener US-Rohöllagerbestände ein Zehnmonatshoch erreichten.

Dagegen büßte der Index der Immobilienunternehmen als Schlusslicht im Sektortableau gut ein Prozent ein. Steigende Zinsen verteuern Baufinanzierungen und sind deshalb Gift für die Branche.

An der EuroStoxx-Spitze schnellten die Anteilscheine von CRH <IE0001827041> um fast acht Prozent in die Höhe. Der irische Baustoffhersteller dürfte nach Aussage von Händlern von hohen Investitionen in die US-Infrastruktur profitieren, sollten die Demokraten ein Patt im Senat erlangen. Denn sollten sich die Demokraten tatsächlich beide Sitze aus Georgia sichern, kommen sie genauso wie die Republikaner auf 50 Sitze im Senat. Die designierte Vizepräsidentin Kamala Harris kann die Pattsituation als Vorsitzende der Kammer dann mit ihrer Stimme zugunsten der Regierung auflösen. Der Senat spielt eine wichtige Rolle bei Gesetzesvorhaben.