Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 53 Minuten
  • Nikkei 225

    29.099,93
    +591,38 (+2,07%)
     
  • Dow Jones 30

    34.137,31
    +316,01 (+0,93%)
     
  • BTC-EUR

    44.859,16
    -2.005,34 (-4,28%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.249,54
    -13,42 (-1,06%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.950,22
    +163,95 (+1,19%)
     
  • S&P 500

    4.173,42
    +38,48 (+0,93%)
     

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx erobert 3800-Punkte-Marke zurück

·Lesedauer: 2 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der gute Lauf an den europäischen Börsen hat am Mittwoch seine Fortsetzung gefunden. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone stieg erstmals seit dem Corona-Crash vor einem Jahr wieder über die Marke von 3800 Punkten. Er schloss auch darüber, und zwar mit plus 0,89 Prozent auf 3819,92 Punkten.

Für das französische Leitbarometer Cac 40 <FR0003500008> ging es um 1,11 Prozent hoch auf 5990,55 Punkte. In London dagegen wurde das Bild von fallenden Rohstoffwerten etwas getrübt, die dort ein bedeutendes Gewicht haben. Der FTSE 100 <GB0001383545> gab um 0,07 Prozent auf 6725,60 Punkte nach.

Laut Analyst Chris Hussey von Goldman Sachs herrscht am Markt derzeit wieder etwas mehr Optimismus mit Blick auf die Eindämmung der Pandemie. Zusätzliche US-Konjunkturhilfen sollen außerdem am Mittwoch erneut das Repräsentantenhaus in Washington passieren. Die damit verbundene Hoffnung auf eine Wirtschaftsbelebung überwiege nun wieder die Furcht vor einer anziehenden Inflation, die seit Anfang Februar in den USA zu einem deutlichen Anstieg der Marktzinsen geführt und so zeitweise den Aktienmarkt belastet hatte.

Die zur Wochenmitte veröffentlichten Verbraucherpreiszahlen aus den USA erfüllten im Großen und Ganzen die Erwartungen. Nach Einschätzung der Helaba scheint der Preisdruck zuzunehmen, schließlich liege die Gesamtteuerungsrate auf dem höchsten Stand seit einem Jahr. Größer werden sollten die Inflationssorgen dennoch nicht, so Volkswirt Ulrich Wortberg. Die Teuerung stehe mit erhöhten Energiekosten in Zusammenhang, die Kernrate sei aber leicht gesunken. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen betrug zuletzt 1,53 Prozent und bewegte sich damit klar unter ihrem unlängst erreichten Hoch von 1,61 Prozent.

Der Rohstoffsektor litt Händlern zufolge unter weiter absackenden Preisen vor allem für Eisenerz. Der Teilindex Stoxx Europe 600 Basic Resources <EU0009658624> war denn auch mit einem Abschlag von 1,6 Prozent der größte Verlierer in der europäischen Branchenwertung. In London rutschten die Aktien von Rio Tinto <GB0007188757> und BHP <GB00BH0P3Z91> jeweils etwa drei Prozent ab.

Verluste gab es ferner im Reisesektor <CH0019112744>, der sich in den vergangenen Tagen im Zuge beginnender Corona-Lockerungen besonders stark entwickelt hatte. Der Teilindex fiel am Mittwoch um 0,9 Prozent. Kurseinbußen um rund 0,8 Prozent musste nun auch wieder der Technologiesektor <EU0009658921> hinnehmen, nachdem er sich am Vortag sehr deutlich erholt hatte.

In der Gunst der Anleger nach oben rückten dagegen Telekomaktien <EU0009658947> mit einem Anstieg ihres Teilindex von 2,4 Prozent. Ein Kurssprung der Aktien der Deutschen Telekom <DE0005557508> trug nach einer Kaufempfehlung der US-Bank Citigroup zur guten Stimmung bei. Die Aktien waren mit einem Plus von 5,1 Prozent der Spitzenreiter im EuroStoxx.

Schwäche zeigten nach Zahlen zunächst die Inditex <ES0148396007>-Aktien, die allerdings zum Handelschluss 1,2 Prozent höher notierten. Der Textilhändler habe die Erwartungen verfehlt, so der Tenor unter Analysten. Zugleich sahen sie aber Anzeichen einer Erholung im ersten Quartal.