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ROUNDUP 2: Wacker Neuson muss wegen Corona Ziele verschieben - Aktie verliert

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(neu: aktuelle Kursentwicklung)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson <DE000WACK012> blickt wegen der Corona-Ungewissheit pessimistischer auf die kommenden Jahre. Die Mittelfristziele dürften erst ein bis zwei Jahre später erreicht werden, teilte der SDax-Konzern <DE0009653386> am Donnerstag in München mit. "Die 2018 formulierten Ziele bleiben weiterhin unser Gradmesser, jedoch gehen wir nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr davon aus, diese bereits im Geschäftsjahr 2022 vollumfänglich zu erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Lehner. Die "Strategie 2022" sieht vor, den Umsatz auf über 2 Milliarden Euro zu steigern und eine Ebit-Marge von mehr als 11 Prozent zu erreichen.

Anleger straften dies und auch die schwachen Quartalsergebnisse ab: Die Papiere gaben bis zum Mittag um bis zu 14 Prozent auf 14,37 Euro ab und lagen damit am Ende des SDax. Mit dem Absturz ist auch die seit März anhaltende Erholung vorüber. Im Oktober hatte das Papier mit Kursen über der Marke von 18 Euro das Corona-Tief von 7,80 Euro deutlich hinter sich gelassen und den höchsten Stand seit Herbst 2019 erreicht.

Im dritten Quartal machte sich die Corona-Krise weiter kräftig bemerkbar. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 16,5 Prozent auf rund 391 Millionen Euro. "Im dritten Quartal mussten wir aufgrund der Corona-Pandemie erneut deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen, auch wenn diese nicht mehr so stark ausfielen wie noch im zweiten Quartal", sagte Lehner. Noch immer belasten allerdings zum Beispiel coronabedingte Produktionsunterbrechungen im Bausektor.

Der operative Gewinn (Ebit) brach um 45 Prozent auf 22,8 Millionen Euro ein. Unterm Strich blieb ein Gewinn von gut 11 Millionen Euro hängen und damit rund 57 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wegen der in den vergangenen Wochen stark angestiegenen Infektionszahlen und verschärfter Einschränkungen sei eine Quantifizierung des im August veröffentlichten Ausblicks derzeit nicht möglich, hieß es weiter. Umsatz und Ebit-Marge werden demnach für das Gesamtjahr 2020 weiterhin deutlich unter den Werten des Vorjahres erwartet.