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ROUNDUP 2: Starker Euro drückt auf Telefonica-Ergebnis - Aktie dreht ins Minus

·Lesedauer: 2 Min.

(neu: Aktueller Kurs, weitere Details)

MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica <ES0178430E18> kämpft weiter mit dem starken Euro und den Folgen der Corona-Krise. Umsatz und operatives Ergebnis gingen deutlich zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Oibda) sei im ersten Quartal um neun Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Madrid mit. Vor allem die Abwertung des brasilianischen Real belastete zum Jahresauftakt. Auch die Folgen der Corona-Pandemie drückten noch auf Umsatz und Ergebnis, aber nicht mehr so stark wie noch zuletzt. Bereinigt um Effekte wie den Wechselkursveränderungen sei das operative Ergebnis aber leicht gestiegen.

Der Umsatz sank um 9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro - organisch habe der Rückgang bei 1,3 Prozent gelegen. Leicht zulegen konnte der Konzern - wie bereits bekannt - in Deutschland mit der Tochter Telefonica Deutschland (O2) <DE000A1J5RX9>. Auch in Brasilien, neben Deutschland, Großbritannien und Spanien einer der Kernmärkte des Konzerns, legte der Umsatz in der dortigen Währung gemessen zu. Wegen des gesunkenen Real-Kurses sank der Umsatz in Euro gerechnet um rund ein Viertel auf etwas mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Da in den ersten drei Monaten weniger abgeschrieben werden musste, zog der Gewinn unter dem Strich um 118 Prozent auf 886 Millionen Euro an. Beim Abbau der Schulden kam Telefonica im ersten Quartal nicht voran - im Gegenteil. Im Vergleich zu Ende 2020 zogen sie leicht auf knapp 36 Milliarden Euro an. Durch bereits eingeleitete Schritte wie den Verkauf der Funkturm-Tochter Telxius und anderer kleinerer Sparten soll der Schuldenberg in den kommenden Monaten allerdings um rund neun Milliarden Euro abgetragen werden.

Der Konzern bestätigte zudem die Prognose für 2021. Demnach sollen sich Umsatz und operatives Ergebnis nach den Rückgängen im vergangenen Jahr stabilisieren - zumindest vor Sondereffekten. Experten sahen in den Zahlen Anzeichen einer sich langsam besser werdenden Lage für den Konzern. An der Börse wurden die Zahlen zunächst positiv aufgenommen. Der Kurs der Aktie legte zunächst fast fünf Prozent zu, drehte dann aber in einem schwachen Umfeld auch ins Minus.

Am Nachmittag verlor das Papier 1,75 Prozent auf 3,87 Euro und büßte damit etwas mehr ein als der Branchenindex Stoxx 600 Telecommunications <EU0009658947>. Trotz der Verluste nach den Zahlen gehört das Papier in diesem Jahr ausnahmsweise zu den Gewinnern unter den europäischen Telekom-Aktien. Seit Ende 2020 zog der Kurs um knapp ein Fünftel an - im vergangenen Jahr hatte sich der Kurs allerdings fast halbiert.

Über fünf Jahre gesehen sank der Börsenwert des Unternehmens um rund 60 Prozent auf zuletzt nur noch 21 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Telekom-Aktie <DE0005557508> legte in diesem Zeitraum leicht zu. Wegen des massiven Kursverlusts stieg das Telefonica-Papier im September 2020 aus dem Eurozonen-Auswahlindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ab.

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