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ROUNDUP 2: Merkel und Laschet sagen unbürokratische Hochwasser-Soforthilfe zu

·Lesedauer: 3 Min.

(aktualisiert, nur Merkel und Laschet)

BAD MÜNSTEREIFEL (dpa-AFX) - Die finanzielle Soforthilfe für die Not leidenden Menschen in den Hochwassergebieten soll schnell und unbürokratisch fließen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) am Dienstag bei einem Besuch im stark zerstörten Bad Münstereifel zugesagt. "Wir werden gemeinsam alles daran setzen, dass das Geld schnell zu den Menschen kommt, die oft nichts mehr haben außer das, was sie am Leibe tragen", sagte Merkel. "Ich hoffe, dass das eine Sache von Tagen ist."

Laschet betonte: "Die Formulare und die Anträge müssen ganz simpel sein, ganz einfach sein. Und sie sollen noch in dieser Woche fertig sein, damit recht bald das Auszahlen der ersten Gelder beginnen kann." Er sei sehr dankbar dafür, dass das Bundeskabinett an diesem Mittwoch eine erste Soforthilfe auf den Weg bringen werde. Das Landeskabinett werde diese Summe in seiner Sitzung am Tag darauf verdoppeln.

Merkel sagte, das Bundeskabinett werde ein Programm für finanzielle Hilfe auflegen. Dabei gehe es zum einen um unbürokratische Soforthilfe. Zum anderen wolle man mit den Ministerpräsidenten aller Länder über einen Aufbauplan sprechen. Die Kanzlerin dankte allen Menschen, die in den Katastrophengebieten mit anpacken. "Das ist gut zu sehen. Und das gibt einander Kraft. Aber es ist auch sehr klar, dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden."

Merkel ging davon aus, dass die Wiedererrichtung der zerstörten Infrastruktur wie Straßen und Bahnstrecken sowie der Wiederaufbau der Stadt länger als ein paar Monate dauern wird. Sie versicherte dem Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers, und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian: "Wir werden Sie nicht nach kurzem vergessen, sondern wir werden uns immer wieder ein Bild darüber machen, wie es mit dem Wiederaufbau steht." Es sei sehr klar, "dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden".

Die Kanzlerin hatte sich zunächst von Landrat Ramers und Bürgermeisterin Preiser-Marian über die Lage in Bad Münstereifel unterrichten lassen. Sie sah sich eine Halle mit gespendeten Hilfsgütern an und verschaffte sich dann bei einem Gang durch die Stadt einen eigenen Eindruck. Begleitet von Laschet sprach sie auch mit Helfern und Bürgern.

Merkel sagte, die Stadt sei "so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt". Für die hier wohnenden Menschen seien es zum Teil "entsetzliche Zustände". Die Schäden seien erschreckend. "Und das Einzige, was tröstet, das will ich ausdrücklich sagen, ist die Solidarität der Menschen."

Jetzt werde genau analysiert werden, was beim Katastrophenschutz und bei den Frühwarnsystemen geklappt habe und was nicht, sagte Merkel. "Vielleicht ist die gute alte Sirene nützlicher als man gedacht hat." In der Debatte dürfe aber nicht vergessen werden: "Dies ist ein Hochwasser, wies es es lange, lange nicht gegeben hat." Laschet meinte Sirenen seien lange Zeit vernachlässigt worden, weil man sie für unnötig erachtet habe, da es keine Kriegsgefahr mehr gebe. Jetzt merke jeder, "wie vulnerabel die Gesellschaft ist, wenn der Strom plötzlich nicht mehr das ist." Auch analoge Mittel seien künftig wieder nötig, betonte der CDU-Vorsitzende und Unions-Kanzlerkandidat.

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