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ROUNDUP 2: Bundesregierung verspricht Ukraine umfassende Medizin-Unterstützung

(neu: Details)

LWIW (dpa-AFX) - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat der Ukraine umfassende und konkrete Hilfe aus Deutschland bei der Versorgung von Kriegsopfern zugesagt. "Dies ist der Beginn einer andauernden Zusammenarbeit", sagte Lauterbach am Freitag bei einem Besuch in der westukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg). "Wir werden alles tun, was wir können, um Sie zu unterstützen in diesem ungerechtfertigten, unmenschlichen und barbarischen Krieg." Russland hatte das Nachbarland Ende Februar überfallen.

Die anlaufende medizinische Hilfe soll auf mehreren Ebenen stattfinden, wie Lauterbach erläuterte. Aufgebaut werden sollen etwa Traumazentren für Verletzte sowie spezielle Container-Werkstätten zur Herstellung von Prothesen.

Weiter berichtete Lauterbach, auf Vermittlung seines Hauses über die Bundesärztekammer hätten sich 200 Chirurgen und Notfallmediziner für einen Einsatz in der Ukraine angeboten. Sie wollten dort "so schnell wie möglich" zum Einsatz kommen.

Lauterbach unterstrich: "Wir sorgen für technische Unterstützung, wir sorgen für Nachschub und wir sorgen für Ärztinnen und Ärzte." Ferner bilde das Unfallkrankenhaus Berlin ukrainische Ärztinnen und Ärzte für die Behandlung von Verbrennungswunden aus. Ukrainische Krankenhäuser sollen zudem an eine telemedizinische Beratung für die Behandlung schwer verletzter Patienten angeschlossen werden.

Der Besuch Lauterbachs, der von einem Team von Chirurgen und Spezialisten begleitete wurde, fand zeitgleich mit einer Ukrainereise von Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) statt. "Wir machen hier eine humanitäre Initiative im Namen der gesamten Bundesregierung, auch im Namen von Olaf Scholz", sagte Lauterbach am Morgen noch von Polen aus in der ARD mit Blick auf den Bundeskanzler. "Die Ukraine braucht humanitäre Hilfe genauso dringend wie unsere militärische Unterstützung."

Lauterbach sagte: "Kinder treten auf Minen, verlieren Gliedmaßen." Wohnblocks würden beschossen, auch unschuldige Zivilisten und Kinder schwer verletzt. "Und teilweise mehrfach am Tag bombardieren die russischen Streitkräfte selbst Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine." Er bilanzierte: "Hier ist so viel Elend durch diesen barbarischen Angriffskrieg entstanden."

Deutschland helfe deshalb ganz gezielt bei der Gesundheitsversorgung der vielen Menschen, "die starke Verbrennungen erlitten haben, die Beine oder Arme verloren haben und die wichtige Medikamente benötigen", sagte Lauterbach.

Empfangen worden war Lauterbach von seinem ukrainischen Amtskollegen Viktor Ljaschko, mit dem er an einer Geberkonferenz für den Aufbau eines Reha-Zentrums für Kriegsversehrte teilnahm. Beim Besuch mehrerer Krankenhäuser sprach Lauterbach mit Verletzten. Unter anderem traf der Minister auch einen Jungen, dessen Mutter und Schwester bei einem Bombenangriff auf einen Bahnhof schwer verletzt wurden und in Lwiw behandelt werden.

Laut Weltgesundheitsorganisation wurden seit Beginn des Krieges bei rund 290 Angriffen auf die Gesundheitsversorgung der Ukraine Krankenhäuser, Krankentransporte und Gesundheitseinrichtungen beschädigt. Das Bundesgesundheitsministerium stellte bislang medizinische Hilfsgüter im Wert von rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus belaufen sich Spenden aus der deutschen Gesundheitswirtschaft laut Ministerium auf eine Höhe von über weitere 100 Millionen.

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