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Rose-Bekenntnis wäre wichtig für Gladbach

Tobias Holtkamp
·Lesedauer: 3 Min.

Borussia Mönchengladbach hatte in dieser Saison schon viele herausragende Momente - eine herausragende Saison spielen sie aber nicht.

Großen Champions-League-Abenden in Mailand, Donezk und Madrid oder Siegen gegen Bayern und Leipzig stehen auch ernüchternde Erlebnisse entgegen. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

In der Bundesliga hat die Mannschaft von Trainer Marco Rose zu viele Punkte liegen lassen. Von acht Heimspielen nur drei gewonnen. Augsburg, Hertha und Hoffenheim im Borussia-Park nicht geschlagen, Union auch nicht und zuletzt auch Stuttgart wieder zwei Punkte überlassen. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Thema Rose beschäftigt Gladbach

Ein Thema beschäftigt den Verein, sehr sogar. Es hängt fast wie eine dunkle Wolke über der Borussia - und lenkt sie immer wieder vom eigentlich einzig relevanten Geschehen, dem auf dem Platz, ab. Das will man nicht glauben, gerade als Beteiligter - das lässt sich aber kaum verhindern. Denn es wird immer wieder hineingetragen. Verlässt der so wichtige Erfolgstrainer Marco Rose im Sommer Mönchengladbach?

Der Aufschwung seit Sommer 2019, als aus dem guten Bundesligisten Borussia eine hochmoderne Fußball-Mannschaft wurde, mit in Windeseile vorgetragenen Umschaltmomenten, einer hohen Pass- und Spielgeschwindigkeit sowie einer Mentalität und Spielfreude, die Gegner nicht selten neidisch nach Mönchengladbach schauen lassen. Stark, so sehen es eigentlich alle in der Branche, was Rose und sein Team in kurzer Zeit am Niederrhein geschaffen haben (Bundesliga: Borussia Mönchengkladbach - Werder Bremen ab 18.30 Uhr im LIVETICKER)

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Der Trainer Marco Rose würde seinem Verein sehr helfen, wenn er ein paar klare Worte zu seiner Zukunft sprechen würde. Ein Bekenntnis zur Borussia, bei der er noch bis Ende Juni 2022 einen Arbeitsvertrag hat, wäre wichtig - denn es würde die Situation beruhigen.

Dortmund an Rose offenbar interessiert

Natürlich ist es ein Thema auch bei den Spielern, was der Trainer macht. Viele setzen darauf, dass er bleibt. Dass er auch da Vorbild ist und eben nicht beim nächsten Angebot weiterzieht, zu einem Verein noch dazu - Dortmund soll ja stark interessiert sein - den viele Mönchengladbacher ihren Farben gar nicht weit voraus sehen. Wenn überhaupt.

In den großen Berateragenturen, die ja auch Borussen-Spieler vertreten, gehen nicht wenige mittlerweile von einem Rose-Wechsel aus. Auch intern hat sich der Trainer noch nicht erklärt, kein Zukunfts-Statement abgegeben. Was er natürlich auch nicht muss, keine Frage. Was gewisse Lagen aber manchmal erfordern. Weil sie so zu entwirren sind.

Wobei, eigentlich ist es fast egal, in welche Richtung sich Mönchengladbachs Trainer erklären würde. Sollte er die Idee haben, im Sommer "den nächsten Schritt" zu machen, könnte er auch damit für Klarheit sorgen. Auch dann wüsste jeder, woran er ist - und würde Rose, wenn er seine Gedanken argumentiert, sehr wahrscheinlich sogar verstehen.

Eberl dementiert Ausstiegsklausel bei Rose nicht

Eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Cheftrainers, über die immer wieder berichtet wird, irgendwo zwischen fünf und zehn Millionen Euro, dementiert auch Manager Max Eberl nicht.

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Für potenzielle Neuzugänge ist es zurzeit schwer, Borussia Mönchengladbach als kommenden Arbeitgeber einzuschätzen. Gerade den großen Talenten Europas, um die Scouting-Chef Steffen Korell immer häufiger buhlt, ist es mittlerweile extrem wichtig, in wessen Hände sie sich begeben. Welcher Fußballlehrer sich ihrer Entwicklung annimmt. Welche Ideen er hat.

Vor Mönchengladbach liegen spannende Monate, voller bedeutender Spiele und großer Entscheidungen. Nichts wäre schlimmer, als wenn das Trainer-Thema zu einer relevanten Belastung wird - die am Ende wichtige Punkte kostet! (Tabelle der Bundesliga)

Tobias Holtkamp, der Autor dieses Textes, war in der Chefredaktion von Sport Bild und Chefredakteur von transfermarkt.de. Heute berät er Sportler und Marken in ihrer inhaltlichen und strategischen Ausrichtung. Für SPORT1 schreibt Holtkamp die wöchentliche "Bundesliga-Kolumne".