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Rolls Royce investiert nur wenige Monate nach Gründung in ein Startup aus Berlin

·Lesedauer: 2 Min.
Ihr Geschäftsmodell will die Kowry-Gründerin Ndiarka Mbodji zunächst in Mali und Nigeria testen – weitere Projekte sind in der Pipeline
Ihr Geschäftsmodell will die Kowry-Gründerin Ndiarka Mbodji zunächst in Mali und Nigeria testen – weitere Projekte sind in der Pipeline

Ndiarka Mbodji hat selbst viele Jahre bei Rolls Royce gearbeitet, in der Sparte für Energiesysteme. Nun konnte die 44-Jährige ihren ehemaligen Arbeitgeber als Seedinvestor für ihr Energie-Startup Kowry Energy gewinnen. Wie hoch das Investment genau war, ist nicht öffentlich bekannt. Nur so viel: Für eine Minderheitsbeteiligung ist laut Unternehmen ein einstelliger Millionenbetrag geflossen.

Anfang des Jahres ist Mbodji mit ihrer Berliner Firma Kowry offiziell gestartet, die Planungen dazu laufen nach eigenen Angaben aber schon seit zwei Jahren. Kowry will nachhaltige und skalierbare Energiesysteme in Subsahara-Afrika etablieren. Dafür arbeitet das Startup mit lokalen Energieversorgern und Strombetreiber zusammen, die es mit dezentralen Energiesystemen ausstatten will – etwa mit Photovoltaikanlagen oder mit Batteriespeichern. Auch Bauteile von Rolls Royce sollen dabei zum Einsatz kommen. Das britische Unternehmen baut mit seiner Firmensparte Power Systems im deutschen Friedrichshafen Energiesysteme. So wie etwa klassische Gas- und Dieselgeneratoren, aber auch Batteriespeicher.

Prominente Unterstützung für Kowry

Im Zuge der Finanzierungsrunde wird die CFO der Energy-Sparte von Rolls-Royce, Louise Öfverström, Mitglied im Beirat des Startups. Im Beirat ist außerdem der ehemalige britische Afrika-Minister Lord Henry Bellingham vertreten. Die frühere Wirtschafts- und Energieministerin Brigitte Zypries unterstützt das Unternehmen als Senior Advisor.

Zunächst will Gründerin Mbodji ihr Geschäftsmodell in zwei Modellprojekten in Mali und Nigeria testen. Weitere Projekte mit einem Budget von 17 Millionen US-Dollar seien bereits in der Vorbereitung, so die Unternehmerin. Ende des Jahres plant Kowry deshalb eine weitere, größere Finanzierungsrunde mit neuen Investoren, um so auch größere Projekte realisieren zu können.

Rolls Royce mit Startup-Ambitionen

Es ist nicht das erste Mal, dass Rolls Royce Geld für Startups ausgibt. Im vergangenen Jahr übernahm der Konzern das Energie-Startup Qinous, ebenfalls aus Berlin. Zuvor war das britische Unternehmen bereits dort investiert. Im brandenburgischen Dahlewitz baute Roll Royce ein Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz auf - und das bereits 2018 - und arbeitet mit virtueller Realität. Und gemeinsam mit Vertical Aerospace baut man im Münchner Südosten an Flugtaxis, ist damit also Konkurrent von Mobility-Startups wie Volocopter und Lilium.

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