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Roku-Aktie: 3 Dinge, die Investoren jetzt (vielleicht) falsch verstehen

·Lesedauer: 3 Min.
Streaming-TV Fernbedienung
Streaming-TV Fernbedienung

Die Roku-Aktie (WKN: A2DW4X) ist weiterhin nicht sonderlich erfolgreich. Während ich diese Zeilen schreibe, kämpft die Aktie mit der Marke von 250 Euro. Kaum zu glauben, dass 410 Euro in diesem Jahr möglich gewesen sind. Oder etwa doch?

Ich persönlich bleibe weiterhin in die Roku-Aktie investiert und überlege, den Dip zu kaufen. Allerdings gibt es ein, zwei Dinge, die die breite Masse der Investoren jetzt möglicherweise falsch versteht.

Roku-Aktie: Das zentrale Wachstum

Die Roku-Aktie hat ein Umsatzwachstum in Höhe von 51 % hingelegt. Ist das richtig? Ja, rein formal gesehen, wenn wir das gesamte Unternehmen betrachten, können wir daran nichts beanstanden. Es ist genauso fix wie ein Quartalsumsatz von 680 Mio. US-Dollar. Das geht spielend einfach aus den Zahlen hervor.

Im Endeffekt dürfen und müssen wir bei der Roku-Aktie jedoch das operative Geschäft ein wenig trennen. Es gibt eine Hardware-Komponente und eine Plattform, die für die meisten Investoren die hauptsächliche Investitionsthese darstellen. Die beiden Segmente performen gegenwärtig unterschiedlich.

So brachen die Erlöse im Hardware-Geschäft zuletzt sogar um 26 % auf 97,4 Mio. US-Dollar ein. Das ist natürlich eine Bremse für den Gesamtkonzern. Wohingegen die Plattform ein Wachstum von 82 % auf über 582 Mio. US-Dollar verzeichnete. Das ist wiederum ein gewichtiger Unterschied.

Viele sehen bei der Roku-Aktie das Konzernumsatzwachstum. Aber im Kern geht es eigentlich um die Plattform und das Plattform-Wachstum. Wer das betrachtet, der erkennt möglicherweise einen deutlich erfolgreicheren Streaming-Konzern.

Ein Streit, zwei Verlierer

Ein zweites Thema, das bei der Roku-Aktie zuletzt für Verunsicherung sogte, ist der Streit mit Google beziehungsweise YouTube. In der Quintessenz nimmt der Mutterkonzern die eigenen Inhalte von der Plattform. Augenscheinlich konnte man sich hinsichtlich der Vertragskonditionen nicht einigen. Viele Investoren sehen diesen Schritt skeptisch. Zugegeben: YouTube ist für das Streaming natürlich wichtig.

Aber, mal im Ernst: Die Roku-Plattform ist inzwischen ebenfalls groß. 56 Mio. Nutzer, die vornehmlich im US-amerikanischen Raum auf diese Plattform setzen, sind wirklich nicht wenig. Entsprechend verliert auch YouTube einen potenziell großen Kreis an Zuschauer. Oder, wir könnten sagen: Es handelt sich um eine Lose-lose-Situation für beide Unternehmen.

Das macht es zwar nicht besser für die Streaming-Plattform, aber zumindest ein bisschen erträglicher. Die Lose-lose-Situation führt schließlich dazu, dass es Druck auf beiden Seiten gibt und nicht nur Roku etwas zu verlieren hat.

Roku-Aktie: Es gibt noch viel Potenzial

Vielleicht fragen sich Investoren gleichzeitig auch, wie viel Potenzial es bei der Roku-Aktie noch geben könnte. Ein sich verlangsamendes Wachstum ist natürlich eine Baustelle. Aber: Auf der Plattform läuft es rund. Differenziert können wir außerdem sagen, dass es noch eine Menge Möglichkeiten gibt.

International warten neue Märkte, Deutschland und die EU zum Beispiel. Zudem monetarisiert das Management die eigene Plattform mithilfe von Werbung und Partnerschaften immer effizienter. 56 Mio. Nutzer sind auch erst die Spitze des gesamten Streaming-Marktes.

Insofern können wir grundsätzlich sagen: Das Potenzial nicht zu erkennen ist vielleicht ebenfalls eine Baustelle. Zumal gerade die Roku-Aktie noch auf vielen Wege wachsen kann. Selbst eigene Inhalte sind eine Möglichkeit, das operative Geschäft bedeutend auszubauen.

Der Artikel Roku-Aktie: 3 Dinge, die Investoren jetzt (vielleicht) falsch verstehen ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Roku. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Roku.

Motley Fool Deutschland 2021

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