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Roger Waters: Berliner Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung

Gegen den britischen Musiker Roger Waters wird nach seinen Auftritten in Berlin ermittelt. Am 28. Mai gibt er noch ein Konzert in Deutschland. Die Stadt Frankfurt versuchte vergeblich, den Auftritt zu verhindern. (Bild: Denis Makarenko/Shutterstock.com)
Gegen den britischen Musiker Roger Waters wird nach seinen Auftritten in Berlin ermittelt. Am 28. Mai gibt er noch ein Konzert in Deutschland. Die Stadt Frankfurt versuchte vergeblich, den Auftritt zu verhindern. (Bild: Denis Makarenko/Shutterstock.com)

Die Berliner Polizei hat nach dem Auftritt des britischen Rockmusikers Roger Waters (79) in der Hauptstadt ein Verfahren eingeleitet. "Wir ermitteln wegen Verdachts auf Volksverhetzung", bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag dem "Spiegel". In der vergangenen Woche hatte der Mitbegründer von Pink Floyd zwei Konzerte in der Mercedes-Benz-Arena gespielt. Dabei trug er eine schwarze Uniform mit roter Binde, die der eines SS-Offiziers ähnelte. Zudem hielt er während des Songs "In the Flesh" ein Maschinengewehr in der Hand und täuschte Schüsse vor. Aufnahmen davon haben über die Grenzen Deutschlands hinaus für Entsetzen gesorgt.

Verherrlichung des NS-Regimes?

Waters' Kleidung sei geeignet, "die Herrschaft des nationalsozialistischen Regimes zu verherrlichen", zitiert der "Spiegel" den Polizeisprecher. Dadurch könne zudem der öffentliche Frieden gestört werden. Das Verfahren werde nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft übergeben. Diese entscheidet, ob eine Straftat vorliegt. Zu dem Ermittlungsverfahren würden "sämtliche be- und entlastenden Beweise erhoben" und in das Verfahren einfließen. Die Organisation "Stop Antisemitism" begrüßte auf ihrer Twitter-Seite die Ermittlungen als "großartige Neuigkeiten".

Die Stadt Frankfurt wollte das Konzert am 28. Mai absagen

Der Musiker ist in den vergangenen Jahren bereits mehrfach durch Israelkritik und antisemitische Äußerungen aufgefallen. Seine Tournee "This Is Not A Drill" sorgte bereits im Vorfeld in Deutschland für Unruhe. Die Stadt Frankfurt am Main wollte wegen der Vorwürfe gegen den Musiker sein Konzert am 28. Mai absagen. Das dortige Verwaltungsgericht gab jedoch einem Eilantrag Waters' statt, sodass der Auftritt am Sonntag stattfinden wird. Das Konzert in München am 21. Mai wurde von Protesten begleitet. Charlotte Knobloch (90), Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, kritisierte: "Die Hetze gegen Juden hat ganz offenbar einen Platz in diesem Land. Dieser Platz ist heute die Olympiahalle."

Das israelische Außenministerium warf Rogers Waters vor, er habe ausgerechnet in der deutschen Hauptstadt "die Erinnerung an Anne Frank und die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden beschmutzt". Auf einer Videoleinwand war während des Konzertes der Name des von den Nationalsozialisten ermordeten Mädchens zusammen mit dem der palästinensischen Journalistin Schirin Abu Akle zu lesen. Sie starb 2022 bei einem israelischen Militäreinsatz. Israels UN-Botschafter Danny Danon (52) kommentierte dazu bei Twitter: "Waters will Israel mit den Nazis vergleichen." Auch viele internationale Medien berichteten über Roger Waters' Auftritte in Berlin.