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RKI senkt Corona-Risikobewertung für Deutschland – gibt aber keine Entwarnung

·Lesedauer: 2 Min.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, äußert sich in der Bundespressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, äußert sich in der Bundespressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Deutschland in seiner Corona-Risikobewertung herabgestuft. Das gaben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag in Berlin bekannt. Die Gefahrenlage werde von "sehr hoch" auf "hoch" heruntergestuft, sagte Spahn. Am 11. Dezember sei sie hochgestuft worden. Angesichts der über Tage niedrigeren Inzidenzen, der sinkenden Infektionszahlen und der Entspannung auf den Intensivstationen in Deutschland sei dieser Schritt möglich. Wieler führte aus, die Risikobewertung sei vor allem von Blick von außen wichtig. So würden Länder weltweit nach Gefahrenlage eingestuft.

"Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser", sagte Spahn, "aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie". Von 412 Landkreisen haben sich nun nur noch in vier mehr als 100 von 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen mit dem Corona-Virus angesteckt.

Spahn sagte, inzwischen sei wieder vieles möglich, darunter etwa im Gastronomiebereich. Gleichzeitig warnte er, dass sich das Virus weiter verbreiten könne, auch wenn ein immer größerer Teil der Bevölkerung geimpft sei. Spahn forderte auch international größere Anstrengungen beim Impfen. Denn dabei gelte die Devise: "Keiner ist sicher, bis alle sicher sind", sagte er.

Auch RKI-Präsident Wieler zeigte sich mit Blick auf die Lage in Deutschland zuversichtlich. Er sagte: "Wir haben die dritte Welle gebrochen, das ist ein großer Erfolg." Gleichzeitig betonte er, die Pandemie sei noch nicht vorbei. "Das Virus wird bleiben", sagte Wieler. Er gehe davon aus, dass das Virus in Zukunft "endemisch" auftreten werde, also örtlich begrenzt.

In der Pressekonferenz kam auch der aufgedeckte Abrechnungsbetrug in zahlreichen Testzentren zur Sprache. Spahn sagte, er wolle weiter an den Testmöglichkeiten festhalten. Dies erleichtere auch das Leben mit dem Virus. "Die Mehrheit der Testanbieter machen das seriös", betonte Spahn. Dass es offenbar zu Betrugsfällen gekommen sei, nannte er "eine Sauerei".

Als Konsequenz sagte der Gesundheitsminister, die Vergütung für Testzentren sollen gekürzt werden. Dies hänge jedoch nicht mit den Betrugsvorwürfen zusammen, da die Aufbauphase in den Zentren nun vorüber sei. "Wenn viele Tests durchgeführt werden, sinken die Stückkosten", sagt Spahn. Statt bisher maximal sechs Euro für den Einkauf von Tests abzurechnen, solle der Betrag auf zwischen drei und vier Euro sinken. Derzeit können Testzentren dem Gesundheitsministerium maximal 18 Euro für einen Test in Rechnung stellen.

mit dpa