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Risiko für Eurostar-Pleite wächst, UK-Wirtschaft fordert Rettung

Christopher Jasper
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Britische Wirtschaftsführer haben eine staatliche Rettung von Eurostar International Ltd. gefordert, nachdem der Betreiber der Züge unter dem Ärmelkanal vor dem “echten Risiko” einer Insolvenz warnte. Das Unternehmen steht wegen der Grenzschließungen, die die Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante eindämmen sollen, am Rande des Zusammenbruchs.

Eurostar, die Zugverbindungen von London nach Paris, Brüssel und Amsterdam anbietet, brauche “ein schnelles Handeln zur Sicherung der Zukunft”, sagte die Lobbygruppe London First in einem Schreiben an Schatzkanzler Rishi Sunak, das Bloomberg vorliegt und von mehr als 25 Führungskräften und Wissenschaftlern unterzeichnet wurde.

Der Zugbetreiber, der zu 55% der französischen Staatsbahn SNCF gehört, erneuerte in einer E-Mail die Warnung, dass es staatliche Mittel brauche um das Überleben zu sichern. Großbritannien sollte ihm Zugang zu von der Bank of England gesicherten Darlehen gewähren, die einigen Fluggesellschaften zur Verfügung gestellt wurden, da das Virus den internationalen Reiseverkehr behindert, sagte das Unternehmen.

Eurostar verzeichnete während der Pandemie einen Verkehrsrückgang von bis zu 95%. Dem Zugbetreiber könnte laut London First in den kommenden Monaten das Geld ausgehen, was sich schon vor der am Montag beginnenden Grenzsperrung abzeichnete. Das Unternehmen hat zwar Mittel von seinen Aktionären erhalten - neben SNCF die Fonds Caisse de Depot et Placement du Quebec und Hermes Infrastructure mit einem gemeinsamen Anteil von 40% und Belgien mit 5%. Von Großbritannien habe Eurostar aber bisher nur Kurzarbeitergeld bekommen.

Überschrift des Artikels im Original:Eurostar Survival Concern Grows as U.K. Firms Lobby for Rescue

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