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Risiken meiden: Was ist das Schlimmste, das bei einer Aktie (oder Investition?) passieren kann?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Foolishe erfolgreiche Investoren wissen, dass die Aktienauswahl ein Faktor sein kann, der den Erfolg bestimmt. Es gibt jedoch auch einen anderen Aspekt, der über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann: Nämlich, wie man als Investor mit Risiken umgeht. Entsprechend ist die Frage, was das Schlimmste ist, was bei einer Aktie passieren kann, durchaus relevant.

Aber was ist denn eigentlich das Schlimmste, was dir bei deiner Aktienauswahl passieren kann? Und wie kannst du dieses Risiko meiden? Ja, womöglich sogar noch höhere Risiken umgehen? Das soll uns im Folgenden ein wenig näher interessieren.

Risiken meiden: Das Schlimmste, was passieren kann

Um eines vorwegzunehmen: Das Schlimmste, was dir bei einer direkten Investition in eine Aktie passieren kann, ist ein Totalverlust von 100 %. Wenn du als Foolisher Investor direkt in eine Aktie investierst, kann sie maximal auf 0 Euro, US-Dollar, oder welche Währung auch immer korrigieren. Das ist ein Totalverlust, der schmerzhaft sein kann. Entsprechend gilt es das zu vermeiden.

Wie kann man das vermeiden? Ganz einfach: Indem man seine Investitionsthesen überprüft. Das betrifft zum einen direkt die initiale Investition. Wer sich auch auf die Risiko-Seite konzentriert, der wird ein Scheitern einer Investitionsthese möglicherweise frühzeitig ausklammern können. Allerdings auch, indem man immer wieder schaut, was schiefgehen könnte. Oder ob die Investitionsthese noch stimmt. Mit einem solchen Fokus kann man notfalls Verluste minimieren.

Ein weiteres Mittel, um dein Portfolio zu schützen, ist außerdem die Diversifikation. Wenn du als Investor in zehn verschiedene Aktien investierst und eine einen Totalverlust erleidet, so beträgt das Minus in deinem Portfolio rund 10 %. Zumindest, wenn alle Aktien gleich gewichtet gewesen sind.

Meide höhere Risiken: Foolishe Umwege!

Es gibt allerdings noch Risiken, die man als Foolisher Investor meiden sollte, die eine Minusperformance von über 100 % ermöglichen können. Also einen Wertverlust, der über deine initiale Investition hinausgeht. Ein gängiges Beispiel hierfür, das in letzter Zeit die Runde gemacht hat, ist das Leerverkaufen einer Aktie. Dadurch, dass eine Aktie maximal 100 % an Wert verlieren kann, jedoch bis ins Unendliche im Wert steigen, zeigt sich: Wenn eine leerverkaufte Aktie um über 100 % steigt, so beläuft sich auch dein Verlust auf über 100 %. Das impliziert möglicherweise eine Nachschusspflicht für dich als Investor.

Zudem gibt es auch mit Hebel die Möglichkeit, Renditen zu maximieren, wenn eine Aktie steigt oder fällt. Oder eben auch die Verluste deutlich auszuweiten. Das zeigt: Hebel und andere künstliche Formate können risikoseitig ebenfalls eine Gefahr für dich und dein Portfolio sein. Foolishe Investoren sollten daher mit Blick auf die Risiken überlegen, ob sie solche Varianten vielleicht besser meiden sollten.

Gehe keine zu großen Gefahren ein

Das Risiko ist ein Faktor, den Foolishe Investoren im Blick haben müssen. Eine Aktie kann jedenfalls bloß 100 % an Wert verlieren und in einem diversifizierten Portfolio gilt es das natürlich auch zu vermeiden. Allerdings wäre selbst eine solche Performance nicht zu dramatisch.

Mit Leerverkäufen und anderen Mitteln kann man zwar die Chance, aber auch das Risiko deutlich erhöhen. Das zeigt: Wer erfolgreich sein möchte, der kann überlegen, solche Investitionen einfach in Gänze zu meiden.

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