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Riccardo Simonetti warnt nach Sieg vor Gericht: "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum"

Hasskommentare von Hatern gehören zum traurigen Online-Alltag. Doch oft genug wird vergessen, dass niemand wirklich anonym ist — und dass auch online gewisse Grenzen nicht überschritten werden sollten. Jetzt hat Riccardo Simonetti (30) seine Follower mit einem Gerichtsurteil daran erinnert, dass Hasskommentare Folgen haben können.

Transfeindliche Pöbeleien

Der Entertainer war vor Gericht gezogen, nachdem er wegen seines Buches 'Raffi und sein pinkes Tutu' transfeindlich angegriffen worden war. Eine namentlich nicht genannte "Person des öffentlichen Lebens" hatte in einem langen Posting unter anderem getobt: "Kann diese übergriffige Transe, die selbst nie eigene Kinder haben wird, mal irgendwer wegsperren bitte, damit sie sich nicht an anderer Leute Kinder vergeht!" Das Landgericht Dortmund bestätigte diese Woche, dass es sich um eine rechtswidrige Äußerung handle. Erstmals wurde damit eine Persönlichkeitsrechtsverletzung durch das Wort 'Transe' anerkannt. Ein Meilenstein, wie Riccardo an seine Follower gerichtet schrieb.

Riccardo Simonetti will aufklären

"Ich teile für gewöhnlich solche Gerichtsurteile nicht auf Social Media", schrieb Riccardo Simonetti zu einem Screenshot des beleidigenden Postings. "Da es sich in diesem Fall allerdings um einen Fall mit Bedeutung handelt, möchte ich, dass möglichst viele Menschen darüber Bescheid wissen." Das Internet sei nun mal kein rechtsfreier Raum, und dass sollte mittlerweile auch einfach allen Menschen klar sein. "Und ich hoffe, dass Urteile wie dieses dazu beitragen, dass Menschen verstehen, dass auf ihre Worte eben auch rechtliche Konsequenzen folgen können, wenn diese Persönlichkeitsrechtsverletzungen darstellen", erklärte Riccardo Simonetti seinen Followern.

Bild: Britta Pedersen/picture-alliance/Cover Images