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Rheinland-Pfalz wird im Finanzausgleich Geberland

·Lesedauer: 2 Min.

Stuttgart/Berlin (dpa) - Die drei südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen schultern weiter den nochmal deutlich angewachsenen Finanzkraftausgleich zwischen den Ländern.

Bayern bleibt mit Abstand der größte Zahler, danach kommen der Südwesten und Hessen. Größte Profiteure sind weiter Berlin und Sachsen, wie aus einer Aufstellung des Bundes hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Neu im Kreis der Geberländer ist Rheinland-Pfalz.

Das früher als Länderfinanzausgleich bezeichnete System der Umverteilung von finanzstarken zu armen Ländern umfasste für 2021 gut 17,1 Milliarden Euro.

Bayern zahlt mehr als die Hälfte

Bayern musste fast 1,3 Milliarden Euro mehr zahlen als 2020 und kommt nun auf gut neun Milliarden Euro. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten Ausgleichs. Baden-Württemberg liegt mit vier Milliarden Euro auf Rang zwei. Das sind nochmal 340 Millionen Euro mehr als 2020.

Hessen auf Platz drei musste eine Milliarde Euro mehr aufbringen und liegt nun bei gut 3,5 Milliarden Euro. Das neue Geberland Rheinland-Pfalz musste 287 Millionen Euro zahlen. Hamburg bleibt in der Gruppe der Zahler und brachte 230 Millionen in den Ausgleich ein.

Unter den elf Nehmerländern bleibt Berlin auf Rang eins mit 3,6 Milliarden Euro. An zwei steht weiter Sachsen, dass mit rund 3,2 Milliarden Euro über eine halbe Milliarde Euro mehr bekam als noch 2020. Es folgen Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen mit jeweils knapp unter zwei Milliarden Euro. Das bevölkerungsreichste Land Nordrhein-Westfalen fiel wieder aus der Reihe der Geber heraus und erhielt im vergangenen Jahr stattdessen 200 Millionen Euro.

Bayern zahlte in der Pro-Kopf-Betrachtung etwa 687 Euro pro Einwohner. Baden-Württemberg liegt in dieser Rangliste mit 361 Euro hinter Hessen mit 566 Euro. Größter Profiteur in dieser Rechnung ist Bremen, mit 1233 Euro pro Kopf. Es folgt Berlin mit 983 Euro pro Einwohner und Sachsen-Anhalt mit 911 Euro.

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