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Rettet dieses Top-Talent das deutsche Damen-Tennis?

Rettet dieses Top-Talent das deutsche Damen-Tennis?
Rettet dieses Top-Talent das deutsche Damen-Tennis?

Nastasja Schunk war nach der entscheidenden Partie die Freude ins Gesicht geschrieben.

Die 18-Jährige setzte sich in der dritten Qualifikationsrunde gegen die US-Amerikanerin Danielle Lao mit 6:1 und 6:3 durch und steht damit im Hauptfeld von Wimbledon.

Insgesamt sechs Deutsche nahmen an der Wimbledon-Qualifikation teil, doch lediglich die gebürtige Altriperin triumphierte am Ende.

„Ich freue mich natürlich riesig. Es war ein schwieriger Start auf Rasen, das muss ich wirklich sagen. Aber dafür freue ich mich umso mehr, dass ich gerade am Ende gut gespielt habe in der Quali“, zeigte sich Schunk im Gespräch mit dem SWR glücklich. (WTA: Aktuelle Tennis-Weltrangliste der Damen)

Für das deutsche Top-Talent sind die Rasenplätze in London in jedem Fall nichts Neues. Die Linkshänderin stürmte 2021 ins Juniorinnen-Finale von Wimbledon und konnte erst von der Spanierin Ane Mintegi gestoppt werden.

Schunk mit Grand-Slam-Bühne bereits vertraut

Nur ein Jahr später steht die talentierte Tennisspielerin nun im Hauptfeld des wohl bekanntesten Tennisturniers der Welt. Dennoch ist Schunk mit der großen Grand-Slam-Bühne bereits vertraut. (NEWS: Alles Wichtige zum Tennis)

Bei den French Open war sie aufgrund einer Verletzung der Kroatin Ana Konjuh ins Hauptfeld gerückt und ließ die Tennis-Welt trotz einer Auftakt-Niederlage staunen, indem sie Simona Halep einen Satz abnahm.

Dennoch seien die French Open mit Wimbledon laut Schunk nicht zu vergleichen. „Wimbledon ist nochmal eine andere Liga. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn man da auf die Anlage kommt, ist das einfach ein komplett anderes Gefühl“, meinte die 18-Jährige.

Schunk scheint auf dem besten Weg, eines Tages die Spitze des Welttennis erklimmen zu können und gilt bereits jetzt als riesige deutsche Nachwuchshoffnung.

Das macht Schunk so stark

Erst im letzten Jahr wurde Schunk von einer 14-köpfigen Fachjury zum Top-Talent gewählt und stach dabei Größen wie den Eishockeyspieler Tim Stützle und die Schwimmerin Zoe Vogelmann aus.

Nachdem die deutschen Vorzeige-Tennisspielerinnen Angelique Kerber und Andrea Petkovic zuletzt schwächelten, werden für die Zukunft viele Hoffnungen auf die gebürtige Mainzerin gesetzt.

Aber was macht Schunk so stark?

„Bei Nastasja Schunk ist es der Touch und der lockere Schwung in den Schlägen, der mich an Patty Schnyder denken lässt“, schwärmte Barbara Rittner als Head of Women‘s Tennis.

Wimbledon: Machbare Aufgabe in der 1. Runde

Ein bestimmtes Vorbild hat Schunk allerdings nicht, wie sie im Oktober 2021 im SPORT1-Podcast „Cross Court“ verriet. Allerdings ergänzte sie: „Ich mag die Spielweise von Naomi Osaka.“

Damals beschrieb die junge Tennisspielerin auch ihre Ambitionen für das Jahr 2022: „Es ist das Ziel, mehr größere Turniere zu spielen.“

Gesagt, getan: In der ersten Runde bei Wimbledon trifft Schunk nun auf eine machbare Gegnerin. Die Nachwuchshoffnung muss gegen die Rumänin Mihaela Buzarnescu ran, die auf Platz 126 der Weltrangliste steht und sich somit nur 30 Plätze vor Schunk befindet.

Doch auch vor großen Namen will sich Schunk nicht verstecken. „Es ist eine Herausforderung und kommt nicht jede Woche vor. Dafür spiele ich und dafür bin ich auch hier, um gegen solche Leute anzutreten“, präsentierte sie sich selbstbewusst.

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