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Ressourcenkriege, Wetterextreme, Zwangsumsiedlungen: 251 medizinische Fachzeitschriften warnen Staats- und Regierungschefs vor den Folgen der Klimakrise

Die Herausgeber der wichtigsten medizinischen Fachzeitschriften der Welt haben eine gemeinsame Warnung an die Staats- und Regierungschefs der Welt gerichtet. In dem Text fordern sie die Politiker auf, sich der Klimakrise anzunehmen – und das schon bevor die Corona-Pandemie unter Kontrolle gebracht werden könnte.

Der Artikel wurde am 5. August in 228 weltweit führenden Fachzeitschriften, darunter im "British Medical Journal", im "Lancet" und im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht und von weiteren 23 unterstützt. Die komplette Liste ist hier nachzulesen.

Die Herausgeber der Fachzeitschriften warnen, dass das kollektive Versagen der Regierungen, den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, die "größte" Krise des öffentlichen Gesundheitswesens der Welt sei. Und das, obwohl die Welt gerade von einer Pandemie heimgesucht wird, die seit Beginn bereits knapp 4,6 Millionen Menschen das Leben gekostet hat.

"Viele Regierungen begegneten der Bedrohung durch die Corona-Pandemie mit nie dagewesenen Mitteln. Die Umweltkrise erfordert eine ähnliche Notfallreaktion", schrieben die Autoren und fügten hinzu, dass ihrer Einschätzung nach die wohlhabenden Länder stärker in der Pflicht seien als ärmere Staaten.

Folgen der Klimakrise: ein Rückgang der weltweiten Nahrungsmittelerträge, Ressourcenkriege, mehr Wetterextreme, Zwangsumsiedlungen

Die derzeitigen Emissionsziele seien nicht ausreichend, um die Klimaziele einzuhalten, so die Autoren. Der Planet sei auf dem besten Weg, einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von zwei Prozent statt 1,5 Grad Celsius zu erleben, "was die Welt in einen akut instabilen Zustand versetzen könnte", schreiben sie.

Die Folgen seien unter anderem ein Rückgang der weltweiten Nahrungsmittelerträge, Ressourcenkriege, mehr Wetterextreme, Zwangsumsiedlungen, mehr Zoonosen – wenn Krankheitserreger zwischen verschiedenen Lebewesen, etwa vom Tier auf den Menschen überspringen – sowie zahlreiche Gesundheitsprobleme, die mit dem Leben bei höheren Temperaturen verbunden seien.

Eine Flut extremer Wetterereignisse in jüngster Zeit habe die Dringlichkeit der Botschaft unterstrichen: Allein in einer einzigen Juliwoche würden Länder auf vier Kontinenten gleichzeitig von Unwettern und Überschwemmungen heimgesucht – darunter auch Deutschland.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Briefes der Fachzeitschriften steht im Zusammenhang mehrer internationaler Treffen: der UN-Generalversammlung im September, eines für Oktober anberaumten globalen Biodiversitätsgipfels in Kunming, China, und der 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow, Schottland, im November.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original findet ihr hier.

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