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Eine Reporterin hat den neuen "russischen McDonald's" besucht – diese Unterschiede zum Original sind ihr aufgefallen

Das neue russische McDonald's "Vkusno i tochka" - Copyright: Getty Images
Das neue russische McDonald's "Vkusno i tochka" - Copyright: Getty Images

Eine russische Reporterin eines beliebten YouTube-Kanals besuchte den ersten umbenannten McDonald's in Moskau, der am 12. Juni eröffnet wurde. Ihrer Erfahrung nach waren unter anderem der Geruch und das Essen anders.

McDonald's hatte im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine den Betrieb in Russland eingestellt. Die Fast-Food-Kette, die nach dem Zerfall der Sowjetunion 30 Jahre lang in Russland tätig war, verkaufte ihr Geschäft in Russland an Alexander Govor, der 25 McDonald's-Restaurants in Sibirien betrieb. Die umbenannten Restaurants tragen nun den Namen "Vkusno i tochka", was übersetzt so viel heißt wie "Lecker und das war's", berichtet Reuters.

In einem Youtube-Video des russischen Senders Redaktsia traf sich die Reporterin mit dem Besitzer dieses Restaurants, Alexander Sysoev, um "Vkusno i tochka" zu testen. Redaktsia, was auf Russisch "Redaktion" bedeutet, wurde von Alexej Piwowarow gegründet, einem Fernsehmoderator, der auch Chefredakteur von RTVI ist, einem privaten Fernsehsender.

Der Geruch und das Essen sind anders

Schon beim Eintreten stellt die Redaktsia-Reporterin fest, dass der Geruch im Restaurant nicht dem traditionellen Geruch eines McDonald's entspreche. An einem Tisch mit jüngeren Frauen fragt die Reporterin, wie ihnen das Essen schmecke und ob es sich vom McDonald's-Essen unterscheide. Eine von ihnen sagt, dass das Hühnchen besser schmecke, aber das könnte daran liegen, dass sie es seit drei Monaten nicht mehr gegessen habe.

Auch die Reporterin entdeckt einige Unterschiede. Demnach unterscheidet sich auch die Lebensmittelverpackung von der Originalverpackung. Sie selbst probiert einen "Grande"-Burger, ein Rebranding des "Royal Cheeseburger" von McDonald's, sowie Nuggets und Pommes frites.

Als der Reporter und Sysoev sich die süßsaure Soße holen, stellen sie fest, dass das McDonald's-Logo mit einem schwarzen Marker durchgestrichen wurde. In dem anderen Reuters-Bericht heißt es, das Logo sei auch auf anderen Soßenpackungen durchgestrichen worden.

Der Inhaber des Restaurants erklärt der Reporterin, dass die Pommes frites "zumindest optisch die gleichen sind". Der Leiter der Qualitätskontrolle des Restaurants, Wladislaw Solomatow, sagt, dass die Kartoffeln für die Pommes frites in Russland angebaut und im Gebiet Lipezk verarbeitet würden.

Wir wollten natürlich aber auch unsere eigenen Reporter schicken, um die Produkte zu testen. Business Insider bat Andrea Palasciano "Vkusno i tochka" für uns zu besuchen. Sie sagte, die Pommes frites seien "ein bisschen trauriger, weniger salzig und knusprig" gewesen, als sie erwartet hatte.

Die meisten Produkte werden in Russland angebaut

Laut dem Geschäftsführer von "Vkusno i tochka", Oleg Paroev, bezieht das Restaurant die meisten seiner Produkte von russischen Lieferanten. Einige Zutaten kämen jedoch aus anderen Ländern. Rindfleisch wird unter anderem viel aus Ländern wie Uruguay und Paraguay importiert, weil es in Russland nicht genug Rindfleisch gibt.

Auch die Brötchen, die früher mit aus den USA importierter Lecithin-Stärke hergestellt wurden, sind anders. Bei "Vkusno i tochka" werden die Brötchen aus Mehl und Wasser hergestellt und haben daher ohne die Lecithinstärke nicht die gleiche Knusprigkeit

Als die Reporterin und Sysoev die Cola probieren, sagt die Reporterin, andere Restaurantgäste hätten ihr gesagt, sie schmecke "seltsam". Laut Sysoev sei die russische Alternative weniger kohlensäurehaltig und ähnlich wie Coke Zero.

Coca Cola wird in Russland nicht mehr lange erhältlich sein. Die Restaurants sind auf Reste angewiesen, bevor sie eine Alternative finden müssen.

"Vkusno i tochka" plane, weitere 200 Restaurants bis Ende Juni wieder zu eröffnen. McDonald's unterhielt zuvor 850 Restaurants in ganz Russland. Die US-Fast-Food-Kette hat auch die Option, ihre russischen Restaurants innerhalb von 15 Jahren zurückzukaufen.

Übersetzungen aus dem Youtube-Format von Nikita Angarski. Dieser Text erschien zunächst auf Englisch. Das Original findet ihr hier.

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