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Rentenversicherung steht finanziell besser da als gedacht

WÜRZBURG (dpa-AFX) -Trotz erwarteter Rezession in Deutschland fallen die finanziellen Prognosen für die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in den kommenden Jahren zunächst positiv aus. Die Deutsche Rentenversicherung Bund bekräftigte am Mittwoch in Würzburg, dass die Renten im kommenden Jahr um rund 3,5 Prozent in West- und um mehr als 4 Prozent in Ostdeutschland steigen dürften. "Wir haben einfach eine Rekordbeschäftigung", sagte Präsidentin Gundula Roßbach. Roßbach betonte, dass die Steigerung der Einnahmen durch Pflichtbeiträge aus Beschäftigung mit plus 5,4 Prozent in diesem Jahr besonders deutlich ausgefallen sei.

Die Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Anja Piel, sagte: "Natürlich freuen wir uns, dass sich das vergleichsweise günstiger entwickelt hat als letztes Jahr vorhergesagt." Auch für die kommenden Jahre gehen die offiziellen Schätzungen von zunächst weiteren spürbaren Einnahmensteigerungen der Rentenkasse aus, wie Piel hervorhob. So würden die Pflichtbeiträge aus Erwerbsarbeit bis 2026 um geschätzt 16,1 Prozent wachsen.

Zu der für die Rentenkasse günstigen Arbeitsmarkt- und Lohnsituation in Deutschland kommt, dass die Lebenserwartung im Schnitt nicht ganz so stark steigt, wie bisher gedacht, wie der Co-Vorstandsvorsitzende Alexander Gunkel mitteilte. Hintergrund ist die gestiegene Sterblichkeit wegen der Corona-Pandemie. Dies wirkt sich tendenziell dämpfend auf die Ausgaben der Rentenkasse aus. Positiv wirke sich auch die Zuwanderung nach Deutschland aus, sagte Gunkel. Mehr Menschen zahlten deshalb in die Rentenkasse ein.

Allerdings betonten die Vertreterinnen und Vertreter der Rentenversicherung die Unsicherheiten der Prognosen wegen der Konjunkturkrise. "Die Unsicherheiten sind sicherlich in dieser wirtschaftlichen Entwicklung so groß wie in wenigen Jahren zuvor", sagte Gunkel. Zudem bekräftigte die Rentenversicherung, dass sich die Finanzlage der Rentenkasse nach den positiven Entwicklungen mittelfristig verschlechtern dürfte, da geburtenstarke Jahrgänge verstärkt in Rente gehen.