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Deine Rente schmeckt selbst gemacht am besten. Ran ans Werk!

Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

„Die Rente ist sicher.“ Dieser Satz wurde einst von einem deutschen Politiker formuliert.

An der Sicherheit der gesetzlichen Altersversorgung gibt es tatsächlich nichts auszusetzen. Doch welche Kaufkraft werden die gesammelten Rentenpunkte in ein paar Jahrzehnten haben?

Nichts ist so schwer zu prognostizieren wie die Inflation. Klar ist: Die Geldmengen wachsen derzeit weltweit teils parabolisch. Doch deshalb allein muss die Dose Bohnen nicht schon morgen 10 Euro kosten.

Werden die Zentralbanken reagieren, wenn die Inflation zweistellige Raten annimmt? Wird die gesetzliche Rente an die Inflation angepasst?

Diese Fragen kann heute niemand beantworten. Man schaut auf die verantwortlichen Institutionen wie auf eine Packung Tütensuppe. Von außen sieht es genießbar aus. Doch am Ende darf man nur hoffen, dass da kein Mist reingemischt wurde.

Bei der Rente gilt dasselbe wie beim Kochen. Selbst gemacht schmeckt es einfach am besten!

Man kann es essen, aber nicht genießen

Manchmal siegt einfach die Faulheit. Jeder kennt das.

Dann wird das Fertiggericht aus dem Geheimversteck geholt. Einfach nur warm machen und fertig.

Doch irgendetwas stimmt nicht. Ja, man kann es essen. Aber der Geschmack ist so weit entfernt von Hochgenuss wie Elon Musk vom Mars.

Wer einen Tag falsch abbiegt, muss nichts bereuen. Schon am nächsten Tag kann wieder der Kochlöffel rausgeholt werden.

Bei der Rente ist das anders. Hier hat man nur einen Versuch.

Das richtige Rezept für die Rente

Daher sollte man sich frühzeitig entscheiden, ob man dem Fertigprodukt vertrauen möchte oder das Gericht lieber selber macht. Eine handgefertigte Lösung macht sicher mehr Mühe. Aber es könnte den persönlichen Geschmack am Ende besser treffen.

Man kann seine Rente mit wachstumsstarken Technologieaktien aufbauen. Da brennt das Depot!

Wenn Wachstumsaktien schlecht für den Blutdruck sind, stehen leichte Dividendenaristokraten zur Auswahl. Die können beinahe jedes Jahr mit einer Dividendenerhöhung überraschen. Da klingelt die Kasse. So kann man seine Rente locker leicht genießen.

Vielleicht darf es auch ein fertig gewürzter ETF (börsengehandelter Fonds) sein? Ein guter Kompromiss für alle, die sich nicht für Geschäftsmodelle, sondern eher für Kennzahlen aus der Makrowelt interessieren.

Feinschmecker investieren selbst

Alles selber machen geht nicht. Mein Strom darf ruhig aus der Steckdose kommen.

Doch bei zwei Dingen bin ich pingelig. Beim Essen und beim Geld.

Es ist schön, dass es die gesetzliche Rente gibt. Es ist auch schön, dass es Frittenbuden gibt.

Doch meinen Geschmack trifft sowohl das eine als auch das andere nicht. Feinschmecker investieren selbst. Guten Appetit!

Der Artikel Deine Rente schmeckt selbst gemacht am besten. Ran ans Werk! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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