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Rene Benko schnappt Red-Bull-König begehrtes Jagdrevier weg

Matthias Wabl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Österreichs Wohlhabende mögen die Jagd und da gehört traditionell auch Wald ins Immobilienportfolio. Auf den Geschmack, in Forsten zu investieren, ist inzwischen auch René Benko gekommen. Der 43-jährige Immobilien- und Kaufhausmilliardär hat sich gerade ein begehrtes Jagdgebiet in der Steiermark gesichert und dazu den ebenfalls milliardenschweren Dietrich Mateschitz überboten.

Für das Stüblergut auf halben Weg zwischen Wien und Norditalien zahlt Benkos Familienstiftung knapp 30 Millionen Euro. Die 1.300 Hektar umfassenden Ländereien umfassen auch eine Kapelle und ein historisches Gasthaus, das um das Jahr 1300 erbaut wurde und Durchreisenden aus dem Süden Europas als Raststätte diente. Das Anwesen wird von der italienischen Familie Morassutti verkauft, die das Grundstück seit mehr als 100 Jahren besitzt.

“Es ist ein sehr schönes Anwesen mit einer langen, langen Tradition und historisch wertvollen Gebäuden”, sagte Benko im Interview mit Bloomberg. “Wir werden einiges bei dem Gebäudeensemble renovieren, und für uns ist es auch eine Möglichkeit zu diversifizieren.”

Mit dem Kauf setzt Benko den Fuß in die Heimatregion von Dietrich Mateschitz. Der reichste Österreicher hat sein Vermögen mit dem Aufbau des Energy-Drink-Riesen Red Bull verdient. Mateschitz gilt als fleißiger Käufer von Grundstücken in der Steiermark und restauriert die dazu gehörenden Anwesen.

Waldgebiete bieten reichen Österreichern einen Rückzugsort vom Großstadtleben, sind angesichts langfristiger Wertsteigerungen aber auch beliebte Investments. Zu den größten Immobilienbesitzern des Landes gehören alte österreichische Familien wie die Habsburger, und die katholische Kirche ebenfalls.

Pachtverträge auf zwei Jagdgebiete im Burgenland und Tirol hat Benko bereits. Der in Tirol lebende Milliardär hat in der Vergangenheit hunderte Millionen Euro in die Renovierung von historischen Gebäuden in Wien investiert, von denen einige für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Mit dem Stüblergut erhält Benko einen Gasthof mit langer Geschichte. Seine Rauchküche geht auf das Jahr 1300 zurück. Zu Zeiten der Reise zu Pferd und Wagen nutzten Weinhändler den Gasthof auf knapp 1.500 Metern Höhe als Raststätte, wenn sie über den Alpenpass Gaberl zogen.

“Dieses Anwesen kommt vielleicht einmal in hundert Jahren auf den Markt”, sagte Immobilienmakler Klaus Bischof, der der Familie Morassutti beim Verkauf des Anwesens behilflich war. Er habe das Objekt nur ein paar Leuten angeboten, von denen er wusste, dass sie interessiert seien. “Man kann sich daran erfreuen, es steigt im Wert und man hat auch ein jährliches Einkommen durch das Holz. Es ist eine gute Option, sein Vermögen zu diversifizieren.”

Überschrift des Artikels im Original:Billionaire Benko Beats Red Bull King for Coveted Austria Forest

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