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Die jetzt relevante Frage: Bekomme ich von der Allianz-Aktie zu viel oder zu wenig passives Einkommen mit der Dividende?

·Lesedauer: 3 Min.
Reichtum und Geldregen
Reichtum und Geldregen

Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) beschert mir ohne jeden Zweifel (und jedem anderen Investor auch) ein nettes passives Einkommen. Wer jetzt investiert, der erhält beispielsweise eine Dividendenrendite von ca. 4,6 %. Das ist alles andere als wenig, vor allem dann, wenn wir das mit dem breiten Markt vergleichen.

Neben der Quantität ist die Qualität natürlich auch entscheidend. Und zugegebenermaßen ziemlich attraktiv. Bei der Allianz-Aktie gibt es seit über zehn Jahren eine beständige Dividende, wodurch sich der DAX-Versicherer zu einem qualitativeren Ausschütter im DAX entwickelt hat. Auch das Ausschüttungsverhältnis, das gemäß der Dividendenpolitik in soliden Jahren um die Marke von 50 % pendeln soll, zeigt: Vieles ist weitgehend stabil.

Aber bekomme ich von der Allianz-Aktie zu viel oder zu wenig passives Einkommen? Das wiederum können wir anhand verschiedener Faktoren bewerten. Gerne möchte ich heute ein paar lose Überlegungen mit dir teilen.

Allianz-Aktie: Zu viel oder zu wenig passives Einkommen?

Vielleicht zu meiner Basis: Die Allianz-Aktie befindet sich so ziemlich in der Mitte, wenn ich die Größe der Aktienposition in meinem Gesamtdepot betrachte. Das heißt: Sie ist für einen soliden Anteil an meinem passiven Einkommen beteiligt. Aber geht irgendwo in der breiten Masse natürlich unter. Vielleicht eine Basis für zu viel oder auch zu wenig.

Chancenseitig können wir sagen: Das Management der Allianz-Aktie hat eine Menge vor, jedoch ohne die Qualität und die Quantität zu riskieren. So möchte man die Dividende in den nächsten drei Jahren um mindestens 5 % pro Jahr erhöhen. Das wiederum ist möglich, weil der DAX-Versicherer mit einem operativen Ergebniswachstum von 5 bis 7 % p. a. rechnet. Eigentlich können wir sagen: Die Dividende spiegelt die operative Zuversicht wider. Auch die günstige Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 11 vergleichsweise moderat, was ich als Chance verbuche.

Sollte ich daher meinen Einsatz für mehr passives Einkommen erhöhen? Es gilt natürlich auch, die Risiken zu würdigen. Zunächst einmal ist das Geschäft als Versicherer zumindest etwas zyklisch. Einzelne Dinge wie die Structured-Alpha-Fonds sollten ebenfalls eine milliardenschwere Belastung darstellen. Allerdings ist das für mich und mit Blick auf das passive Einkommen nicht das größte potenzielle Risiko.

Nein, ein Risiko für mich ist die derzeitige fixe Dividendenpolitik mit einem regelmäßigen Wachstum von mindestens 5 % p. a. Es weckt Erwartungen und Begehrlichkeiten und, so vermutlich der Blick der Investoren, sollte in Zukunft immer der Fall sein. Fixe Erhöhungen bei der Dividende wirken attraktiv und versprechen Dividendenwachstum. Aber: Sie als Versicherer zu garantieren halte ich langfristig für schwierig.

Mit höherem Einsatz mehr Risiko …?

Bei der Allianz-Aktie beziehe ich daher im Moment für meinen Geschmack genug passives Einkommen. Wobei ich im letzten Jahr noch einmal meinen Einsatz erhöht habe. Natürlich ist das Management weiterhin auf Nachhaltigkeit bedacht, was die Dividende angeht. Auch der Passus mit einem Ausschüttungsverhältnis von angestrebten 50 % und die Solvency-II-Quote von mindestens 150 % verdeutlichen das.

Beständigkeit ist für einen DAX-Versicherer jedoch das eine, ein Wachstumsversprechen etwas anderes. Deshalb plane ich vorerst nicht, meinen Anteil zu erhöhen.

Der Artikel Die jetzt relevante Frage: Bekomme ich von der Allianz-Aktie zu viel oder zu wenig passives Einkommen mit der Dividende? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022

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