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Rekordjagd an der Wall Street geht weiter – Aussicht auf Hilfspaket hellt Stimmung auf

Röder, Jürgen
·Lesedauer: 3 Min.

Auch von den schwachen Konjunkturdaten lassen sich die Anleger an den US-Börsen nicht irritieren. Gleich zwei Börsenindizes erreichen neue Bestmarken.

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Foto: dpa
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Foto: dpa

Trotz eines enttäuschenden Stellenaufbaus auf dem Arbeitsmarkt sind die US-Börsen an diesem Freitag erneut auf Rekordjagd gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert 0,3 Prozent fester bei 31.156 Punkten.

Der breiter gefasste S & P 500 stieg um 0,5 Prozent auf 3891 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent auf 13.668 Punkte. Beide Indizes markierten frische Bestmarken.

Im Januar entstanden 49.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft, von Reuters befragte Ökonomen hatten auf 50.000 getippt. Allerdings wurden die Zahlen für den Vormonat nach unten revidiert: Demnach wurden im Dezember 227.000 Stellen abgebaut, in einer ersten Schätzung war der Verlust mit 140.000 noch weit niedriger angesetzt worden.

Dennoch gehe es mit den Aktienmärkten aufwärts, denn der Treibstoff für die Börsen bestehe nach wie vor aus „Impfstoffen, Konjunkturhilfen und Gewinnwachstum der Firmen“, sagte Marktanalyst Neil Wilson vom Handelshaus Markets.com.

Auch die Aussicht auf weitere wirtschaftliche Anreize hellte die Stimmung auf. Der US-Senat gab grünes Licht für einen Haushaltsplan, der die Verabschiedung des Hilfspaketes in den kommenden Wochen notfalls auch ohne Unterstützung der Republikaner ermöglicht. US-Präsident Joe Biden strebt ein Programm im Volumen von 1,9 Billionen Dollar an, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und der Wirtschaft neuen Schub zu verleihen.

Aktien von Gamestop stiegen um 17,8 Prozent, nachdem sie am Donnerstag weitere 42 Prozent an Wert verloren hatten. AMC Entertainment, die am Donnerstag 21 Prozent einbüßten, wurden ein Prozent niedriger gehandelt. Der Online-Broker Robinhood hatte zuvor die temporären Handelsbeschränkungen für alle Aktien aufgehoben. Zuvor hatte Robinhood das Handelslimit von Gamestop-Aktien auf 500 gesetzt, der Kauf von AMC-Papieren war auf 5500 gedeckelt.

Auch das große US-Handelsdefizit störte die Anleger nicht. Das war im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen und kletterte um 17,7 Prozent auf knapp 679 Milliarden Dollar. Grund dafür war, dass die Exporte mit 15,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2010 fielen und damit stärker als die Importe, die um 9,5 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief sanken.

Blick auf die Einzelwerte

Johnson & Johnson: Der Antrag auf eine Notfall-Zulassung eines Coronavirus-Impfstoffs in den USA gibt Auftrieb. Die Aktien des Pharma- und Konsumgüter-Herstellers steigen um 1,5 Prozent. Die Gesundheitsbehörde FDE will am 26. Februar darüber beraten.

Curevac: Das an der Wall Street gelistete Biotechunternehmen will mit der britischen Regierung bei der Entwicklung von Covid-19-Impstoffen gegen Varianten des Virus zusammenarbeiten. Das ließt die Aktie um 4,3 Prozent steigen. Das Tübinger Unternehmen hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln zu wollen, die sich gegen die aufkommenden ansteckenderen Virus-Varianten richten sollen.

Pinterest: Der Aktienkurs sprang um mehr als drei Prozent an, nachdem das Unternehmen besser als erwartete Quartalsergebnisse meldete. Zwischenzeitlich erreichte die Aktie mit über 85 Dollar sogar ein neues Rekordhoch. Das Unternehmen profitierte von einem starken Nutzerwachstum und starker Werbung durch E-Commerce-Einzelhändler während der Urlaubssaison.

Mit Agenturmaterial.