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Rekordblitz über Brasilien: 708 Kilometer lang

Ausgerechnet an Halloween blitzte es über Brasilien gewaltig. Nun beweisen Satellitenaufnahmen, dass der “Megablitz” einen neuen Rekord aufgestellt hat.

Verbesserte Messtechnologien ermöglichen immer genauere Aufnahmen von Naturphänomenen. (Symbolbild: Getty)

Ein Satellit der “National Oceanic and Atmospheric Administration” (NOAA) hatte den Riesenblitz bei einem Gewitter am Halloween-Abend 2018 eingefangen, wie das Institut am Mittwoch bekannt gab. Dadurch konnte seine Länge fast exakt nachgewiesen werden. Sie betrug 440 Meilen, umgerechnet entspricht das einer Länge von 708 Kilometern. Mehr also, als Deutschland an seiner breitesten Stelle misst.

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Das Messergebnis wurde ebenfalls von der “World Meteorological Organization” (WMO) bestätigt. Deren leitender Wetterexperte Randall Cerveny sagte in einem Statement zu dem neuen Rekord: “Natürliche Extreme sind lebendige Maßstäbe dafür, zu was die Natur in der Lage ist.” Zudem seien sie auch ein Nachweis dafür, wie sich die Wissenschaft weiter entwickelt habe, um solche Messungen vorzunehmen. “Es ist wahrscheinlich, dass es noch größere Extreme gibt und wir fähig sein werden, sie zu beobachten, weil sich die Blitz-Erkennungs-Technologie weiter verbessert.”

Der bis hierhin gemessene Rekordblitz war mit nur 320 Kilometern deutlich kürzer. Er wurde 2007 über dem US-Bundesstaat Oklahoma gemessen, der für seine heftigen Tornados bekannt ist. Die rapide Weiterentwicklung in der Satelliten-Technologie ermöglicht aber immer mehr und immer genauere Messungen. Den zeitmäßig längsten “Megaflash” maß das NOAA übrigens im Nachbarland Brasiliens Argentinien im vergangenen Jahr. Er erleuchtete den Himmel des südamerikanischen Landes für ganze 16,73 Sekunden.

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