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Reiseverband: 20 Milliarden Euro Umsatzeinbußen bis Ende August

BERLIN (dpa-AFX) - Die Tourismusbranche hat eine schnelle Aufhebung der Reisewarnungen für Nicht-EU-Länder gefordert. Die Öffnung für Reisen innerhalb Europas sei ein erster Schritt. "Jetzt müssen zeitnah weitere Länder außerhalb Europas folgen", sagte Norbert Fiebig, Präsident des Reiseverbandes DRV. Nach Berechnungen des Verbandes führen die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie zu Umsatzeinbußen für Reisebüros und Veranstalter von insgesamt fast 20 Milliarden Euro von Mitte März bis Ende August.

Allein die Verlängerung der Reisewarnung für außereuropäische Länder, zu denen beliebte Sommerziele wie die Türkei, aber auch Tunesien und Ägypten gehören, bedeute für Juli und August neun Milliarden Euro Umsatzeinbuße, betonte Fiebig. "Nicht zu vergessen die Rückabwicklungen von weiteren bereits gebuchten Reisen, die jetzt durch die Verlängerung der Reisewarnung für insgesamt 160 Länder notwendig werden."

Seit Montag um Mitternacht warnt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Gleichzeitig fielen die letzten Kontrollen an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern.