Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 20 Minuten
  • Nikkei 225

    29.748,10
    +64,73 (+0,22%)
     
  • Dow Jones 30

    34.200,67
    +164,67 (+0,48%)
     
  • BTC-EUR

    47.696,20
    -2.768,44 (-5,49%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.297,81
    -93,90 (-6,75%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.052,34
    +13,54 (+0,10%)
     
  • S&P 500

    4.185,47
    +15,05 (+0,36%)
     

Reisebranche: 'Bundesregierung hat Kurs und Kompass verloren'

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Reisebranche hat die Prüfung weiterer Einschränkungen der Reisefreiheit wegen der Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Mehr Rückwärtssalto geht nicht. Die Bundesregierung hat Kurs und Kompass verloren", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig am Mittwoch.

Die Bundesregierung hatte zuvor bekanntgegeben, dass sie prüfe, ob Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland unterbunden werden können. Hintergrund der Diskussion ist der vorübergehende Buchungsboom für Mallorca nach der Streichung der Lieblingsinsel der Deutschen von der Liste der Corona-Risikogebiete am 14. März. Der Schritt erfolgte, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesunken war. Damit ist der Urlaub auf Mallorca wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr möglich.

Das führte zu einer Explosion der Buchungen bei den großen Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften, die hunderte zusätzliche Flüge für die Osterferien neu auflegten. Beim Bund-Länder-Treffen am Montag wurde allerdings entschieden, dass künftig für alle Flugpassagiere, die nach Deutschland einreisen, eine Testpflicht eingeführt werden soll.

"Aus dem Zickzackkurs der Bundesregierung wird nun ein Schlingerkurs mit doppeltem Rückwärtssalto", sagte Fiebig. Erst habe das Auswärtige Amt die Balearen aufgrund niedriger Infektionszahlen von der Liste der Risikogebiete genommen. Dann sei eine Testpflicht für alle Flugreisenden aus dem Ausland beschlossen worden. Und nun prüfe die Bundesregierung, "wie sie Reisen an Ostern gänzlich verbieten kann".