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„Reich ist, wer 232.800 Euro besitzt“

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

Vielleicht ist dir die folgende Anzeige zuletzt aufgefallen: „Reich ist, wer 232.800 Euro besitzt“. Da auch du dich vermutlich auf vielen Finanzportalen herumtreibst, stehen die Chancen zumindest nicht schlecht dafür, dass dir dieses Anzeigeformat eines Vermögensverwalters aufgefallen ist.

232.800 Euro ist also die neue Messlatte für das Reich-Sein? Nehmen wir das für den Moment einfach mal so hin. Wobei sich viele Sparer und Investoren vermutlich denken werden: Mist, ich habe keine 232.800 Euro, also bin ich auch nicht reich.

Aber langsam, mein Foolisher Freund. Lass uns im Folgenden einmal einen Blick auf die Herkunft dieser Zahl riskieren. Sowie darauf, was du tun kannst, wenn du nicht über diese Geldsumme verfügst … und vielleicht gerade ein bisschen neidisch bist.

„Reich ist, wer 232.800 Euro besitzt“: Echt?

Diese zugegebenermaßen sehr konkrete Zahl besitzt natürlich einen Ursprung. Wer ziemlich schnell einfach den Wert von 232.800 Euro in eine Suchmaschine eingibt, der findet übrigens keinen einen Hinweis darauf, dass man reich ist. Nein, sondern darauf, dass es sich hierbei um eine Durchschnittszahl handelt, die das Vermögen der Bundesbürger angibt.

Das Gesamtvermögen, jedoch nicht das Geldvermögen. Reich ist daher nicht, wer 232.800 Euro besitzt. Eigentlich ist die- oder derjenige daher bloß durchschnittlich vermögend. Macht es das gerade schlimmer für dich? Vielleicht auch die Erkenntnis, dass dieser Betrag schon aus dem Jahre 2017 kommt und entsprechend veraltet sein könnte? Dann lass uns auch diese Erkenntnisse jetzt ein wenig relativieren.

Diese Grenze für das Reich-Sein ist, wie gesagt, ein Durchschnittswert, der außerdem das Gesamtvermögen betrachtet. Sprich, auch die eigene Immobilie nach Abzug der Verbindlichkeiten. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen ziemlich verwässerten Durchschnittswert handelt. Die oberen 10 % oder sogar das obere 1 % der Bundesbürger führen dazu, dass dieser Wert eigentlich wenig aussagekräftig ist.

Das Medianvermögen lag zuletzt so beispielsweise bei ca. 70.800 Euro. Ein Wert, der die gesamte, deutsche Bevölkerung in eine reichere und eine ärmere Hälfte aufteilt und entsprechend als Durchschnittswert besser dienen könnte.

Was kann ich tun, um besser abzuschneiden?

Vielleicht fragst du dich jetzt, was du tun solltest, wenn du nicht als reich giltst und keine 232.800 Euro besitzt. Eine wirklich gute Frage! Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach: sparen und investieren. Wenn du jedenfalls den Betrag von 232.800 Euro erreichen möchtest, benötigst du über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren und bei einer durchschnittlichen marktüblichen Rendite von 7 % pro Jahr einen Spareinsatz von 455,94 Euro pro Monat. Wenn du hingegen 30 Jahre Zeit hast, so reduziert sich dieser Betrag rein rechnerisch auf 197,87 Euro.

Wie wir daher sehen können, ist es möglich, reich zu werden. Zumindest gemessen dieser recht eigensinnigen Definition. Und das relativ einfach mit Rendite über lange Zeiträume hinweg.

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