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Rehlinger: Beherbergungsverbot muss überarbeitet werden

·Lesedauer: 1 Min.

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Das Beherbergungsverbot muss nach Ansicht der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) dringend auf den Prüfstand. Hoteliers könnten den Regelungen in der praktischen Umsetzung kaum mehr gerecht werden: "Wir werden es demnächst mit einer viel zu großen und sich ständig verändernden Anzahl von Landkreisen zu tun haben, die als Risikogebiet gelten", sagte Rehlinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. An einem Tag sage ein Gast ab, am nächsten Tag müsse er es nicht mehr, weil sein Landkreis kein Risikogebiet mehr sei und andersherum: "Wie soll da die Hotellerie den Überblick behalten?", fragt die Ministerin.

Zudem müsse man sich die Frage stellen, ob das Beherbergungsverbot "überhaupt noch sinnhaft" sei. Denn innerdeutsche Reisen seien bei der Ausbreitung des Virus derzeit nicht das größte Problem. "Das war sinnvoll, als es darum ging, einen Ausbruch in einem einzigen Landkreis einzudämmen. Jetzt haben wir es aber mit über 20 zu tun, und es werden täglich mehr", sagte Rehlinger. "Pandemietreiber sind im Moment vor allem private Feiern." Da sollte man versuchen, einen Riegel vorzuschieben - und nicht bei den Hotels, die pandemiegerecht mit Hygienekonzepten arbeiteten.

Sie hoffe, dass die Ministerpräsidenten bei ihrer Konferenz an diesem Mittwoch das Thema noch mal kontrovers diskutieren werden.