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Regulierungs-ECHO: Bitcoin-Betrug, Helikoptergeld und CBDC

Phillip Horch

Hilfspakete in den USA, eine ertappte Bitcoin-Betrügerin in Indien und ein verhinderter Token Sale bei Telegram. Das Regulierungs-ECHO: Alles, was beim Thema Bitcoin, Kryptowährungen und Regulierung in der vergangenen Woche wichtig war.

Willkommen zum Regulierungs-ECHO. Alle wichtigen Nachrichten zum Thema rund um das Bitcoin-Ökosystem im Überblick.

Bitcoin & Co. bekommen Rückenwind dank Hilfspakete

Die angekündigten Rettungsmaßnahmen der Regierungen und Staaten haben dem Krypto-Markt zu Beginn der Woche den Rücken gestärkt. So haben sich etwa die US-Regierung und Abgeordnete beider politischer Seiten auf ein 2 Billionen US-Dollar schweres Hilfspaket geeinigt. Dieses soll die US-Wirtschaft retten und beinhaltet Einmalzahlungen an alle Bürger der Vereinigten Staaten in Höhe von 1.200 US-Dollar. Ferner dürfen Unternehmen und Krankenhäuser mit Liquiditätsspritzen rechnen, auch Krankenhäusern will die Regierung unter die gebeutelten Arme greifen. Von den angekündigten Maßnahmen schienen auch Bitcoin & Co. zu profitieren. So ist der Bitcoin-Kurs und andere Kryptowährungen im Nachgang der Ankündigungen angestiegen.

Digitaler Renminbi rückt in greifbare Nähe

Die People’s Bank of China hat eine Testserie der digitalen Zentralbankenwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) abgeschlossen und somit erste Vorbereitungen für die Einführung eines digitalen Renminbi getroffen. So hat die chinesische Zentralbank Tests mit privaten Unternehmen durchgeführt. Alipay, der Online-Bezahldienst des chinesischen Technologie-Unternehmens Alibaba, soll im Zusammenhang mit einer entsprechenden Währung bereits einige Patente angemeldet haben. Die Patente sollen mehrere Funktionen abdecken, darunter die Ausgabe und Zirkulation sowie die Einhaltung der Antigeldwäsche-Richtlinien.

Telegram: US-Gericht stoppt Token Offering 

Im zähen Ringen zwischen dem Messaging-Dienst Telegram und der US-Börsenaufsicht (Securites and Exchange Comission, SEC) musste Telegram einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats New York hat das Token Offering von Telegram für unzulässig erklärt. 

Die Emission des GRAM Token verstoße gegen das US-Börsenrecht, heißt es im entsprechenden Urteil. Anstelle eines Initial Coin Offering (ICO) wählte Telgram ein SAFT Offering (Simple Agreement for Future Tokens). Bei diesem handelt es sich um ein Angebot ausschließlich für institutionelle Investoren. Dass die GRAM Token aber auf dem Sekundärmarkt gehandelt werden sollten, hat Telegram letztlich das Genick gebrochen.

Digitaler US-Dollar soll staatliche Zahlungen ermöglichen

Die riesigen Hilfspakete, die die US-Regierung an die Bürger verteilen will, könnten in digitaler Form ans Volk gebracht werden. Für das sogenannte „Helikoptergeld“ hat die demokratische Partei einen Plan vorgelegt, der einen digitalen US-Dollar vorsieht. Auch eine digitale Zentralbankenalternative ist in den USA überdies im Gespräch. Dabei könnte auch die Blockchain-Technologie zum Einsatz kommen. Ob das allerdings der Fall sein wird, ist bis zuletzt nicht eindeutig geklärt worden.

Indien: Bitcoin-Betrügerin aufgeflogen

Bitcoin-Betrüger haben es mit fortschreitendem Behörden-Wissen zunehmend schwerer. So fassten indische Behörden in der vergangenen Woche eine Bitcoin-Betrügerin. Sie hatte sich in der Kryptowährung getäuscht und die vermeintliche Anonymität von Bitcoin überschätzt. Die Behörden hatten sich indes etwas schlauer angestellt.

 

Source: BTC-ECHO

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