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„Regulierung geht an Realität vorbei“

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Bankenunabhängige Vermögensverwalter stehen den zunehmenden regulatorischen Anforderungen überwiegend kritisch gegenüber. Das geht aus einer Umfrage der DAB bank (Xetra: 507230 - Nachrichten) unter 141 Finanzportfolioverwaltern hervor. 80 Prozent der Befragten glauben nicht, dass der Anlegerschutz dadurch verbessert werden kann. Für 86 Prozent gehen die regulatorischen Anforderungen sogar völlig an der Realität vorbei und führen eher zu bürokratischen Belastungen als zu einer Verbesserung des Verbraucherschutzes. Die Finanzmarktrichtlinie MiFID beschäftigt 95 Prozent der Vermögensverwalter von allen regulatorischen Vorhaben am stärksten. Mehr als die Hälfte der Befragten geht zudem nicht davon aus, dass ihr Unternehmen durch höhere Aufsichtsanforderungen verbessert wird. 71 Prozent benötigen für die Umsetzung der Regulierung externe Hilfe von Anwälten, Wirtschaftsprüfern oder Verbänden. Das treibt die Kosten in die Höhe: 50 Prozent der Vermögensverwalter erwarten einen jährlichen Kostenaufwand zwischen 20.000 und 50.000 Euro aus. 14 Prozent der Befragten gehen von noch höheren Kosten aus. Dies erweise sich insbesondere für kleinere Vermögensverwaltungen als Nachteil. 94 Prozent aller befragten Verwalter stimmten der Aussage zu, dass der regulatorische Aufwand gerade für kleine Häuser deutlich schwieriger zu bewältigen ist. 90 Prozent sind zudem der Überzeugung, dass dieser zusätzliche Aufwand den Sprung in die Selbständigkeit erschwert.„Die Hauptaufgabe und Kernkompetenz unabhängiger Vermögensverwalter ist die Beratung ihrer Kunden“, erläutert Dr. Josef Zellner, Vorstand der DAB bank. „Die Pflicht zur Auseinandersetzung mit den Vorschriften mindert jedoch die Zeit für das Kerngeschäft.“ Es werde Zeit, dass die zuständigen Politiker innehalten und die Regulierung so anpassen, dass sie für die Finanzdienstleister leichter umsetzbar sind und Privatanleger tatsächlich schützen, fordert Zellner.(PD)

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