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Regulierer prüfen Hilfe für Europas Banken bei faulen Krediten

Nicholas Comfort und Boris Groendahl

(Bloomberg) -- Die europäischen Regulierungsbehörden erwägen, den Banken des Kontinents mehr Zeit zu geben, bevor sie Milliarden von Euro für notleidende Kredite bereitstellen müssen.

Diese Option ist eine von mehreren Maßnahmen, die die Aufsichtsbehörden erörtern, um die Belastung durch neue Bilnzierungsstandards zu mildern und zu vermeiden, dass ein Loch in die Bilanzen der Banken gerissen wird, wie am Mittwoch aus informierten Kreisen verlautete.

Eine Sprecherin der Europäische Zentralbank, die die Banken im Euroraum überwacht, lehnte eine Stellungnahme ab.

Den Banken mehr Zeit für Rückstellungen für notleidende Kredite zu geben, wäre ein weiteres wichtiges Element der beispiellosen Maßnahmen, die die Regierungen ergriffen haben, um zu vermeiden, dass die Wirtschaft längerfristig in Mitleidenschaft gezogen wird. Allein Deutschland und Frankreich haben zusammen mindestens 850 Milliarden Euro für Garantien und Kredite zugesagt. Die EZB hat es den Banken gestattet, einige ihrer Finanzpolster anzuzapfen, und forderte die nationalen Regierungen auf, diesem Beispiel zu folgen.

Die deutschen Aufsichtsbehörden haben eine wichtige Kapitalanforderung für die Banken des Landes heute fallen gelassen, um eine anhaltende Kreditevergabe zu gewährleisten. Der antizyklische Kapitalpuffer wird zum 1. April auf Null gesenkt und auf diesem Niveau bis mindestens Dezember bleiben, sagte das Finanzministerium in einer gemeinsamen Erklärung mit der BaFin und der Bundesbank.

Überschrift des Artikels im Original:Regulators Weigh Measures to Give Europe’s Banks Bad Loan Relief

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