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Regierung rechnet damit, dass 60 Prozent der Eltern ihre Kinder in den Ferien impfen lassen wollen

·Lesedauer: 3 Min.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass etwa 60 Prozent der Schulkinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren eine Corona-Impfung bekommen wollen. Das geht aus einem Vorbereitungspapier des Ministers für den Impfgipfel am Donnerstagnachmittag hervor.

Hintergrund ist der Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, allen Kindern und Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren bis zum Abschluss der Sommerferien Ende August ein Impfangebot zu machen. Anlass ist der Druck der Bildungsminister, möglichst nach den Ferien wieder in den normalen Schulbetrieb übergehen zu können.

Bedingung für das Impfangebot ist grünes Licht von der Europäischen Arzneimittelagentur (Ema). Diese will Ende der Woche über eine Zulassung des Mittels von Biontech für Kinder ab 12 Jahren entscheiden. Bislang geht man davon aus, dass die Ema dem zustimmt.

In den Vorbereitungspapier für den Impfgipfel heißt es: "Nachdem eine Zulassung für Personen ab 12 Jahren erteilt worden ist, beabsichtigt der Bund, die zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Impfdosen den Ländern schrittweise aus den Gesamtliefermengen für Juni, Juli und August zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Zur Planung der Mengen wird für diese Altersgruppe, die insgesamt knapp 5,3 Millionen Personen groß ist, eine Impfbereitschaft von 60 Prozent angenommen, so dass der aktuell angenommene Bedarf bei jeweils 3,18 Millionen Dosen für die Erst- und die Zweitimpfung liegt."

Zum Vergleich: Um eine Herdenimmunisierung zu erreichen, gehen Wissenschaftler davon aus, dass etwa 70 bis 80 Prozent der Deutschen geimpft werden wollen.

Ob tatsächlich den Kindern bis Ende August ein Impfangebot gemacht werden kann, hänge aber von zwei Faktoren ab, heißt es im Papier. So sei unklar, wie groß der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung erfolgen soll (In den USA und in Kanada sind drei Wochen vorgesehen). Zum anderen seien Empfehlungen der Ständigen Impfkommission noch nicht verabschiedet und müssten "gegebenenfalls" berücksichtigt werden.

Offen ist demnach auch noch, wo Schüler geimpft werden. Dazu hatten die Länder im Vorfeld individuelle Konzepte vorgelegt. Demnach kann es Impfungen in den Impfzentren, in Arztpraxen und an Schulen geben.

Keine Nachteile für die, die AstraZeneca und einem mRNA-Impfstoff erhielten

In dem Papier geht Spahn auch auf sogenannte heterologe Impfungen ein. Beispielsweise Lehrer wurden in der Vergangenheit demnach zunächst mit AstraZeneca geimpft, aufgrund der Nebenwirkungen und veränderter Empfehlungen der Ständigen Impfkommission danach mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna.

Solche Kreuzimpfungen gelten wissenschaftlichen Studien zufolge als sicher und wirksam. Die Betroffenen hätten keinen geringeren Impfschutz als bei anderen Kombinationen. Allerdings sind solche Kreuzimpfungen innerhalb Europas eher eine Seltenheit. Mit Blick auf Reise- und Kontaktfreiheit im Ausland bestand daher die Sorge, dass Betroffene Nachteile erdulden.

Laut Spahn sei dies aber beim geplanten digitalen Impfnachweis nicht zu befürchten. "Der digitale Impfnachweis beinhaltet lediglich das Datum der letzten Impfung, unabhängig davon, ob es sich um die Erst- oder eine Zweitimpfung handelt oder, ob es sich um eine Einfachimpfung Genesener oder eine Boosterimpfung handelt", heißt es im Papier. Weiter: "Bei jeder neuen Impfung werden die Daten zur Erstimpfung überschrieben. Im Rahmen der Anwendung des EU-weit geplanten digitalen Impfzertifikats im grenzüberschreitenden Verkehr ist es somit nicht möglich, anhand des Zertifikats auf eine homologe oder heterologe Impfserie rückzuschließen."

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