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Regelmäßige Ausschüttungen sind toll: Doch diese Fallstricke lauern bei der Dividendenstrategie!

Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Nicht erst seit so gut wie keine Zinseinnahmen mehr mit Spareinlagen zu erzielen sind, setzen viele Anleger auf die sogenannte Dividendenstrategie. Vor allem auch deswegen, weil sie unheimlich leicht umzusetzen ist. Man muss hier eigentlich nur auf Aktien von Unternehmen setzen, die regelmäßig eine Gewinnbeteiligung zahlen. Die Dividenden, die man so erhält, können unter anderem durchaus einen Ersatz für Zinsen darstellen.

Dies hört sich natürlich sehr verlockend an. Doch wie bei allem hat natürlich auch die Dividendenstrategie so ihre Besonderheiten. Und die sollte man meiner Meinung nach kennen, bevor man anfängt, sich ein Portfolio mit attraktiven Dividendenzahlern aufzubauen. Drei dieser Umstände schauen wir uns im heutigen Artikel deshalb einmal kurz an.

Ausschüttungen sind nicht garantiert

Es könnte durchaus möglich sein, dass vielen Anlegern, die ihr Augenmerk auf schöne Dividendenzahlungen legen wollen, eine Sache vielleicht gar nicht so richtig bewusst ist. Nämlich, dass die Zahlung einer Ausschüttung von keiner Aktiengesellschaft zugesichert werden kann. Und dies sollten sie natürlich unbedingt in ihre Planung mit einbeziehen. Aber warum kann die Zahlung einer Dividende nicht garantiert werden?

Ganz einfach. Weil die Dividende ja in der Regel vom erwirtschafteten Gewinn eines Unternehmens bezahlt wird. Und wenn dieser einmal nicht so hoch ausfällt wie erwartet, dann wird die Ausschüttung auch ganz schnell einmal gekürzt oder sogar ganz gestrichen. Gerade dieses Jahr können wohl viele Investoren ein Lied davon singen. Denn im Zuge der Corona-Pandemie gab es nicht wenige Konzerne, bei denen in diesem Jahr die Dividendenzahlung leider ausfallen musste.

Der Dividendenabschlag

Auch diesen wichtigen Umstand sollte man sicherlich kennen, bevor man vom Sparer zum Dividendeninvestor wird. Aber was genau ist nun mit dem Begriff Dividendenabschlag eigentlich gemeint? Die Erklärung dafür ist eigentlich ganz einfach.

Man kann sich das ungefähr so vorstellen. Die Mittel, die für die Dividendenzahlung verwendet werden, stammen üblicherweise aus dem Firmenvermögen. Und dies hat zur Folge, dass sich im Moment der Ausschüttung der Firmenwert genau um diesen Betrag verringert. Für die Aktien des betreffenden Unternehmens bedeutet dies nun, dass am sogenannten Ex-Dividendendatum ein Abschlag genau in der Höhe der Dividendenzahlung vorgenommen wird.

Man spricht hier davon, dass die Aktien jetzt also Ex-Dividende gehandelt werden. Und dies ist für den Anleger im ersten Augenblick daher ein Nullsummenspiel. Zwar hat er die Dividende auf sein Konto überwiesen bekommen, aber dafür hat sich nun auch der Wert seiner Aktien genau um diesen Betrag verringert. Er hat hier die Dividende tatsächlich erst als Gewinn eingefahren, wenn der Kurs der entsprechenden Aktie wieder das Niveau von vor der Dividendenzahlung erreicht hat.

Doppelbesteuerung ist möglich

Kurz hinweisen möchte ich auch noch auf folgendes Problem. Jeder Anleger dürfte ja wissen, dass in Deutschland auf Kapitalerträge Steuern zu entrichten sind. Aber gerade wenn man als Investor die Dividendenstrategie verfolgt, kann man ganz leicht mit dem Thema Doppelbesteuerung in Berührung kommen. Und zwar dann, wenn man bei seinen Investitionen auch auf internationale Aktien gesetzt hat.

Denn es ist leider eine Tatsache, dass nicht wenige Länder eine Quellensteuer auf Dividendenzahlungen erheben. Und wie der Name schon verrät, wird diese direkt an der Quelle einbehalten. Doch sind die Quellensteuern anderer Länder leider nur bis zu einer Höhe von 15 % auf die deutsche Kapitalertragsteuer anrechenbar.

Sollte die ausländische Quellensteuer aber höher ausfallen und wie in der Schweiz beispielsweise 35 % betragen, dann bleibt man hier auf der Differenz erst einmal sitzen. Doch es ist möglich, sich einen Teil der gezahlten Quellensteuer von den einzelnen Ländern zurückzuholen. Meistens lohnt sich dies aber nur bei höheren Beträgen. Von den Finanzinstituten werden dafür allerdings teilweise recht hohe Gebühren verlangt. Sich um diese Angelegenheit aber komplett selber zu kümmern, ist erstens nicht jedermanns Sache und kann zweitens mitunter auch sehr aufwendig werden.

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