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Rechtsrisiko zu Emissionen bleibt Thema bei Daimler trotz Umbau

Christoph Rauwald
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Aktien der Daimler AG sind mächtig gestiegen, seit die Pandemie die Verschiebung der jährlichen Hauptversammlung vor einem Jahr nötig machte. Dennoch wird sich der Aufsichtsratschef an diesem Mittwoch auch in Molltönen verabschieben.

Untersuchungen zu Dieselemissionen standen in letzter Zeit bei fast jeder Aufsichtsratssitzung auf der Tagesordnung, schrieb Manfred Bischoff in einem Brief an die Aktionäre vor dem Jahrestreffen. Eine separate Untersuchung der Europäischen Kommission will herausfinden, ob Daimler womöglich mit Volkswagen AG und BMW AG bei Emissionstechnologien gemeinsam gemauschelt hat und ist weiterhin ein wichtiges Thema, schrieb er.

Die Anmerkungen machen deutlich, das Vorstandschef Ola Kallenius sich womöglich weiterhin mit Rechtsthemen auseinandersetzen wird müssen, obschon der Umbau von Daimler Fahrt aufgenommen hat. Dasselbe gilt für Bernd Pischetsrieder, der nach dem Treffen die Nachfolge von Bischoff antreten wird. Er erbt den Vorsitz eines Gremiums, welches nach wie vor prüft, inwiefern das Unternehmen mit seinen Dieselmotoren gegen Emissionsvorschriften verstoßen hat und welche Verantwortung das Management dafür trägt. Dazu gehört auch die Pflicht, mögliche Schadensersatzansprüche gegen aktuelle oder ehemalige Führungskräfte zu prüfen.

Investoren scheinen den noch zu klärenden rechtlichen Problemen in letzter Zeit wenig Beachtung geschenkt zu haben. Der weltweit größte Hersteller von Luxusfahrzeugen stellt auf Elektroautos um und will seine Lkw-Sparte abspalten. Die Aktien haben die Pläne mit mehr als 170% Kursplus in den letzten 12 Monaten goutiert - kein Wert im DAX lief besser. Bald kommt der der vollelektrische EQS, ein Modell von entscheidender Bedeutung im Kampf gegen Tesla Inc. und den Erzrivalen BMW AG.

Daimler hat im vergangenen Jahr etwa 1,9 Milliarden Euro an Strafen und Vergleichen gezahlt zur Beilegung der Dieselthematik in den USA. Untersuchungen in Deutschland und anderswo dauern an. Kartellrechtlich ist noch die Anschuldigung zu klären, ob Daimler gemeinsam mit VW und BMW die Einführung von Abgasreinigungstechnologien für in Europa verkaufte Autos von 2009 bis 2014 absichtlich verzögert hat.

Überschrift des Artikels im Original:Daimler’s Legal Risks Around Emissions Linger in Midst of Revamp

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