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Reallöhne in Großbritannien sinken in Rekordtempo

(Bloomberg) -- In Großbritannien sind die Reallöhne in beispiellosem Umfang gesunken, während die Zahl der offenen Stellen erstmals seit August 2020 abgenommen hat. Dies illustriert den inflationären Druck, unter dem Verbraucher wie Unternehmen stehen.

Die Zahl der von den Arbeitgebern zu besetzenden Stellen ist im Quartal bis Juli um 19.800 auf 1,27 Millionen gesunken, wie die Statistikbehörde in London am Dienstag mitteilte. Löhne und Gehälter haben ohne Boni in den drei Monaten bis Juni 3% nachgegeben. So stark ging es hier noch nie abwärts in den bis 2001 zurückreichenden Daten.

Die Zahlen untermauern den Eindruck, dass die Konjunktur sich unter der Last einer Inflation verlangsamt, die das höchste Niveau seit 40 Jahren erreicht hat. Um eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern erhöht die Bank of England die Zinsen. Sie erwartet, dass die Rezession die Arbeitslosenquote binnen der nächsten drei Jahre auf 6% heben wird. Zuletzt lag sie bei 3,8%.

“Im Zuge der Konjunkturabschwächung könnte sich der Arbeitsmarkt weiter abkühlen”, sagte Yael Selfin, Ökonomin bei KPMG. “Dies wird die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer schwächen. Eine energischere Reaktion der Bank of England zur Eindämmung der Inflation dürfte ebenfalls dazu beitragen, die Lohnforderungen zu senken.”

Überschrift des Artikels im Original:

UK Real Wages Plunge Most on Record as Job Vacancies Fall

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