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„Reale Renditen werden weiter sinken“

„Das Jahr 2012 gab Grund zur Hoffnung“, sagt Alan Brown, Senior Advisor beiSchroders. „Ich glaube, dass sich viele Dinge im vergangenen Jahr zum Guten gewendet haben.“ Viele Staaten hätten zumindest leichtes Wachstum verzeichnen können. Einen großen Anteil daran haben Brown zufolge die Zentralbanken, die ihre Fiskalpolitik straff durchzogen. Dies habe dazu geführt, dass die Renditen für Staatsanleihen fielen. Italienische und spanische 10-Jahres-Bonds notierten zu Jahresbeginn 2013 bei ca. 4,2 bzw. rund fünf Prozent. „Das ist aber immer noch zu hoch“ sagt Brown. Die Tendenz der Renditeentwicklung ist aber zum einen seit fast einem halben Jahr fallend und zum anderen sind die derzeitigen Werte so niedrig wie seit Januar 2011 nicht mehr. Zudem sei ein Ende der Geldflucht der Bevölkerung in den europäischen Krisenstaaten zu beobachten: „Seit Jahresende 2012 fließt das Geld wieder zurück in die Staaten“, erkennt Brown. Spanische und griechische Bankeinlagen beginnen wieder zu steigen. Aber nicht nur in Europa, sondern weltweit erkennt er eine leichte Trendwende. Das globale BIP-Wachstum werde zwar 2013 mit 2,4 Prozent identisch zu 2012 sein. Doch für 2014 erwartet er ein Anstieg auf 3,1 Prozent. Dabei machten die entwickelten Staaten jedoch nur einen geringen Teil aus. „Das Wachstum kommt aus den Schwellenländern“, so Brown. „2013 wird ein stärkeres Jahr für die Schwellenländer als 2012.“ Doch werde auch dort das Wachstum unter seinem Potenzial bleiben. Obwohl sich die Aktienmärkte seit 2009 nach und nach erholen, sei bei den Anleihen-Renditen der G7-Staaten ein gegensätzliches Bild zu erkennen. Sie rangieren derzeit auf einem historischen Tiefstand. Im Vergleich zu Aktienkursrenditen aus den USA, Deutschland und Großbritannien ergibt sich dadurch eine hohe relative Attraktivität von Aktien gegenüber Staatsanleihen. 10-Jahres-Bonds dieser Staaten notieren dagegen so niedrig wie seit 1970 nicht mehr und das war ein Jahrzehnt, das von hoher Inflation geprägt war. Einen unmittelbaren Anstieg erwartet Brown nicht: „Die Inflation wird fürs erste niedrig bleiben und die Quantitative-Easing-Programme  der Zentralbanken werden die Zinsen  für eine Weile weiterhin nach unten drücken.“ Laut Brown sind QE-Programme für Zentralbanken kein normales Verhalten und die Zinsen werden wahrscheinlich  steigen, wenn die  Ankäufe aufhören.Globale Rentenmärkte: Fallende Tendenz seit JahresbeginnQuelle:FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)(PD)

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