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Razzia gegen Rechtsextremisten – Beamter der NRW-Polizei suspendiert

Die Ermittlungen in sechs Bundesländern richten sich gegen fünf Personen sowie acht Unterstützer. Festnahmen hat es zunächst nicht gegeben.

Offenbar planten die Personen Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Personen muslimischen Glaubens. Foto: dpa

In sechs Bundesländern hat es Razzien gegen eine mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung gegeben. Wie die Bundesanwaltschaft am Freitag mitteilte, besteht gegen mehrere Beschuldigte der Anfangsverdacht, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet und sich an ihr mitgliedschaftlich beteiligt zu haben. Die Ermittlungen richteten sich gegen fünf Personen sowie acht Unterstützer. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben.

Im Zusammenhang mit den Untersuchungen sei allerdings ein ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Nordrhein-Westfalen suspendiert worden. Das sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf.

Insgesamt seien am Morgen in NRW vier Wohnanschriften durchsucht worden. Die Gruppierung setze sich zusammen aus Mitgliedern einer rechtsextremen Szene, „die wir schon länger im Blick hatten“, sagte Reul. Die Akteure hätten sich online kennengelernt. Fünf der 13 Beschuldigten sollen sich im September 2019 zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Seitdem sollen sie den Plan verfolgt haben, Anschläge auf Politiker Asylsuchende und Muslime zu verüben.

Die acht mutmaßlichen Unterstützer sollen ihrerseits zugesagt haben, die Vereinigung finanziell zu unterstützen, Waffen zu beschaffen oder an zukünftigen Anschlägen mitzuwirken. Untersucht wurden Objekte in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie Sachsen-Anhalt.