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Rauchwolken über Urlaubsstrand: Ein Video zeigt, wie Touristen vor einer Explosion auf der annektierten Krim fliehen

Sonnenuntergang in einem Beach-Ressort auf der russisch besetzen Halbinsel Krim. - Copyright: picture alliance / Zoonar | Sergey Rybin
Sonnenuntergang in einem Beach-Ressort auf der russisch besetzen Halbinsel Krim. - Copyright: picture alliance / Zoonar | Sergey Rybin

Auf der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist lokalen und Moskauer Angaben zufolge ein Munitionsdepot auf einem Luftwaffenstützpunkt explodiert. Ein Mensch sei getötet worden, teilte Krim-Chef Sergej Aksjonow nach Angaben russischer Agenturen mit. Erst hatte es geheißen, dass es keine Opfer gebe.

Dabei zeigen Videos, die dazu am Dienstag in sozialen Netzwerken kursierten, Explosionen und große Rauchwolken, die bei dem Ort Nowofjodorowka unweit des Badeortes Feodossija aufgenommen worden sein sollen. In Aufnahmen der Menschen vor Ort sieht man außerdem, wie Urlauber von einem Strandidyll mit Baldachin-Betten aufschrecken und den Strand fluchtartig verlassen. „Mama, lass uns wegrennen“, ruft ein Kind.

Krim-Chef Sergej Aksjonow teilte mit, dass ein Bereich im Radius von fünf Kilometern rund um den Stützpunkt abgesperrt werde. Zur Ursache der Explosion äußerte er sich nicht. Beobachter gingen von einem Sabotageakt aus, da die ukrainischen Truppen über 200 Kilometer entfernt sind. Bisherigen Berichten zufolge verfügt die ukrainische Armee derzeit nicht über Raketen mit dieser Reichweite.

Ukrainische Streitkräfte beanspruchen Angriff auf Luftwaffenstützpunkt auf der Krim für sich

Die "New York Times" berichtet allerdings, dass die ukrainischen Streitkräfte den Angriff bereits für sich beanspruchen. So soll ein hochrangiger Militäroffizier gesagt haben, dass es sich bei dem angegriffenen Stützpunkt um einen russischen Luftwaffenstützpunkt handele, von dem regelmäßig Flugzeuge zu Angriffen auf ukrainische Streitkräfte starteten. Der Beamte wollte den Waffentyp, der bei dem Angriff verwendet wurde, nicht preisgeben und sagte nur, dass "ein Gerät ausschließlich ukrainischer Herstellung verwendet wurde".

Zum Hintergrund: Russland hatte die Krim im Jahr 2014 annektiert. Im Zuge des Ende Februar begonnenen Angriffskriegs forderte Moskau wiederholt die Anerkennung der Krim als russisches Staatsgebiet – was Kiew klar ablehnt. Auch international wird die Halbinsel mit ihren über zwei Millionen Einwohnern weiterhin als ukrainisches Territorium angesehen.

mit Material der dpa/jel