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Ratingagentur Fitch senkt Argentiniens Kreditwürdigkeit stark

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New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (dapd). Infolge eines Rechtsstreits in den USA über ausstehende argentinische Schulden hat die Ratingagentur Fitsch die Kreditwürdigkeit des südamerikanischen Landes massiv herabgestuft. Ein Zahlungsausfall Argentiniens sei wahrscheinlich, teilte Fitch am Dienstag (Ortszeit) in New York mit.

Die Agentur setzte ihr langfristiges Rating für das rezessionsgeplagte um fünf Stufen von "B" auf "CC" herab. Die kurzfristige Kreditwürdigkeit wurde von "B" auf "C" gesenkt. Das Rating-Niveau "C" ist eine Stufe über dem Zahlungsausfall.

In der vergangenen Woche hatte ein Bundesgericht in Manhattan Argentinien aufgefordert, bis zum 15. Dezember Altschulden in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar zu begleichen. Die argentinische Regierung will das umgehen, um einen sogenannten Schneeballeffekt zu verhindern. Wenn das Land die Summe in voller Höhe begleichen muss, ist damit zu rechnen, dass weitere Gläubiger die Rückzahlung ihrer Schulden fordern. Dabei könnte es um eine Summe von mehr als elf Milliarden Dollar gehen.

Argentinische Politiker kritisierten das Urteil der New Yorker Richter stark; es gefährde den Erfolg des Schuldenschnitts, der dem Land neues Wachstum beschert hatte. Argentinien befindet sich derzeit in einer tiefen Rezession, die Stimmung in der Bevölkerung ist angespannt. Fitch sprach von einem "angespannten politischen Klima". Die anderen führenden Ratingagenturen, Standard & Poor's und Moody's, bewerten Argentiniens Zahlungsfähigkeit weiterhin fünf Stufen über dem Zahlungsausfall.

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