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Rangliste: Diese Unternehmen ziehen Jobsuchende am meisten an

Christian Bernhard
Freier Autor

Das Job-Portal Glassdoor hat untersucht, welche Online-Stellenausschreibungen in Deutschland am häufigsten aufgesucht werden. An der Spitze stehen zwei Großkonzerne.

Das Amazon-Hauptquartier im Silicon Valley. (Bild: Getty Images)

Analysiert wurde, welche Stellenbeschreibungen von Juli 2018 bis Juni 2019 die meisten Klicks von Jobsuchenden generierten. Die Rangliste umfasst 15 Firmen. Auf Platz eins liegt Amazon, dahinter folgen Zalando und Siemens. Die Deutsche Bahn belegt Rang sechs, Porsche Platz 13.

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Dass meistgeklickt nicht unbedingt mit am beliebtesten gleichzusetzen ist, verdeutlicht dieser Hinweis von Glassdoor: Mitentscheidend für das gute Abschneiden von Amazon “dürfte die Vielzahl an offenen Stellen sein”, die der Onlineversandhändler-Gigant in Deutschland ausgeschrieben hat: Aktuell sind es alleine auf Glassdoor 685. Bis zum Ende des Jahres 2019 möchte Amazon mehr als 20.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen.

Deutsche Bahn bietet die meisten Jobs

Bei Zalando verhält es sich ähnlich: Hier sind derzeit 629 Jobs ausgeschrieben. Google landete womöglich auch deshalb “nur” auf Rang fünf, da das Tech-Unternehmen im Moment nur 105 Stellen in Deutschland ausgeschrieben hat. Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hat bietet aktuell 2.577 Jobs in Deutschland an – so viele, wie kein anderer Konzern.

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Was man aus der Studie ablesen kann, ist, dass Jobs in der Tech-Branche sehr beliebt sind. “Tech-Unternehmen und insbesondere der E-Commerce bieten Beschäftigten ein sehr breites Spektrum an Beschäftigungen an”, erklärte Felix Altmann, Arbeitsmarktexperte bei Glassdoor und betonte, dass das “in Zeiten von Fachkräftemangel” ein sehr positives Signal für diese Branche sei.

Wenig Interesse ist hingegen in der Finanzbranche zu verzeichnen. Mit dem Online-Geldinstitut findet sich nur ein Finanz-Unternehmen auf der Liste, und keine einzige klassische Bank. Laut Altmann liegt dies einerseits am Abbau der Stellen in diesem Sektor, andererseits allerdings auch an der negativen Berichterstattung, die potentielle Arbeitnehmer abschrecken würde.

Je bekannter der Name, desto größer das Interesse

Altmann sagte, dass “namhafte Unternehmen mit etablierten Arbeitgebermarken” am stärksten von der der Nachfrage der Jobsuchenden profitierten. Er findet, dass nicht so prominente Firmen “noch mehr in ihre eigene Sichtbarkeit” investieren und Arbeitssuchende auch solche kleineren Unternehmen in Betracht ziehen sollten, da die Arbeitsbedingungen dort “sogar besser sein” können.

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