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Quo vadis, Bitcoin: Wiederholt sich die Geschichte?

Nils Jacobsen
·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 4 Min.

Die mit Abstand wertvollste Kryptowährung der Welt tendiert seit einem Monat seitwärts. Droht jetzt die erste größere Korrektur seit einem Dreivierteljahr oder holt der Bullenmarkt nach dem Vorbild von 2017 und 2013 nur Luft vor dem Anlauf auf neue Rekordhochs?

Der Bitcoin eilt von Rekord zu Rekord
Der Bitcoin eilt von Rekord zu Rekord

Der Anblick ist etwas überraschend: Nicht Bitcoin sorgt in diesen Tagen für die großen Schlagzeilen auf dem Kryptomarkt, sondern andere Währungen. Ethereum etwa knackte vor einigen Tagen sein bisheriges Allzeithoch und stellte bei Kursen von 2150 Dollar neue Bestmarken auf. 

Bitcoin-Rausch: Digitales Gold oder Zockerwährung?

Das Gleiche für den nun drittwertvollsten Player auf dem Kryptomarkt – Binancecoin. Der Coin der weltgrößten Kryptobörse Binance legte im Sog des bevorstehen Börsengangs von Coinbase immer weiter zu und wird nun bereits mit einer Marktkapitalisierung von 60 Milliarden Dollar bewertet.

Kryptomarkt knackt Bewertungsmarke von zwei Billionen Dollar

Auch Blockchain-Protokollanbieter Polkadot feierte zu Wochenbeginn neue Rekordkurse, während sich ein alter Bekannter zurückmeldet: Die Kryptowährung Ripple haussierte an einem Handelstag um über 50 Prozent, nach dem ihr ein mögliches Comeback auf Coinbase wieder möglich erscheint.

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Angetrieben von so viel Rückenwind durchbrach die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen zu Wochenbeginn erstmals die historische Marke von zwei Billionen Dollar! In anderen Worten: Der gesamte Kryptomarkt ist inzwischen bereits ein Fünftel so viel wert wie die Reservewährung Gold.

Bitcoin kämpft mit 60.000-Dollarmarke

Interessant: Der Kryptomarkt wird damit unabhängiger vom großen Zugpferd Bitcoin, das mit einer Bewertung von 1,1 Billionen Dollar immer noch mit Abstand die wertvollste Währung des jungen Segments ist, doch das Kapital sucht offenkundig ebenfalls nach Investmentalternativen unter den sogenannten Altcoins. Entsprechend sprechen Kryptoanleger in diesen Tagen von der „Altcoin Season“.

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Auffällig dabei: Der Bitcoin schwächelt aktuell leicht. Am Osterwochenende konnte er zwar zum dritten Mal binnen eines Monats die Marke von 60.0000 Dollar touchieren, den Widerstand aber nicht durchbrechen. In der Folge fiel die 12 Jahre alte Digitaldevise wieder bis auf 55.000 Dollar zurück und sieht technisch erstmals seit Monaten wieder leicht angeschlagen aus.

Bullenszenario: Sechsstellige Notierungen noch 2021

Geht es nach den unerschütterlichen Bitcoin-Bullen ist eine Seitwärtsbewegung nichts weiter als die Ruhe vor dem Sturm – dem nächsten Ausbruch nach oben. So zumindest lehrt es die erstaunlich konsistente Bitcoin-Historie, nach der sich Bullen- und Bärenmärkte nach ziemlich vorhersehbarem Muster wiederholen. 

Auf ein Jahr der exorbitanten Kurszuwächse folgen dann meist drei dürre Jahre mit Kursverlusten von 80 bis 90 Prozent – der sogenannte „Bitcoin Winter“. Würde sich die Geschichte erneut wiederholen – und danach sieht seit dem massiven Ausbruch seit vergangenem Herbst aus –, wäre der jüngste Bullenlauf noch nicht vorbei, sondern mitten im Gange.

Bitcoin-Bullenmarkt: 2021 wie 2017 und 2013

Traut man den historischen Vorbildern der vergangenen Bullenmärkte der Jahre 2017 und 2013, könnte die Krypto-Party noch einige Monate weiterlaufen. Nach dieser Analogie haben Analysten des Finanzinformationsdienstes Bloomberg in diesem Zyklus gar das parabolische Kursziel von 400.000 Dollar ausgemacht, sofern sich die Geschichte in vollem Umfang wiederholen würde.

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Für Bloomberg ist die gegenwärtige Seitwärtsbewegung entsprechend die Konsolidierung vor dem nächsten massiven Ausbruch nach oben, der erfolgen sollte, sobald der hartnäckige Widerstand bei 60.000 Dollar durchbrochen ist. Nächste Haltestelle wäre dann im laufenden zweiten Quartal die Marke von 80.000 Dollar.

Coinbase-IPO könnte neues Momentum entfachen

Eine mögliche Initialzündung dafür könnte bereits in der nächsten Woche aktiviert werden: der lang ersehnte Börsengang der wertvollsten Kryptobörse der Welt, Coinbase. Das 2012 in San Francisco gegründete Unternehmen will am kommenden Mittwoch per Direktlisting an der Technologiebörse Nasdaq debütieren und könnte dabei die Fabelbewertung von 100 Milliarden Dollar aufrufen.

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Möglich macht das eine schier unglaubliche Geschäftsentwicklung, die CEO Brian Armstrong zu Wochenbeginn offenbarte. So haben sich die Umsätze mal eben auf 1,8 Milliarden Dollar verzehnfacht, während der Nettogewinn um den Faktor 25 explodierte: von 32 auf 800 Millionen Dollar. Der Krypto-Boom hat Coinbase die Traumvorlage für das IPO geliefert, das möglicherweise wiederum dem Bitcoin zum nächsten Kursschub verhelfen könnte, so frohlocken die Hodler. Am nächsten Mittwoch sind die hart gesottenen Bitcoiner und der Rest der Wall Street schlauer.

VIDEO: Bitcoin knackt 50.000 Dollar-Marke