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Queimada Grande: Das Paradies mit Biss vor Brasiliens Küste

Auf Queimada Grande leben unangenehme Bewohner. (Bild: Gustavo Frazao/Shutterstock.com)
Auf Queimada Grande leben unangenehme Bewohner. (Bild: Gustavo Frazao/Shutterstock.com)

Selbst im biblischen Paradies haben es Adam und Eva mit einem unangenehmen Bewohner zu tun bekommen. Die Schlange verführte Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen - und so begann das Schlamassel. Ein Eiland rund 30 Kilometer vor der brasilianischen Südostküste weist ähnlich paradiesische Zustände auf - inklusive bissiger Fauna.

Nicht umsonst wird Queimada Grande auch die "Insel des Todes" genannt. Dort leben jede Menge giftige Schlangen, die einen Besuch der Insel quasi unmöglich machen. Wie verschiedene Quellen berichten, lebten Anfang des 20. Jahrhunderts etwa 15.000 Insel-Lanzenottern auf dem 0,43 Quadratkilometer kleinen Eiland. Das macht Queimada Grande de facto unbewohnbar, zumindest für Menschen.

Betreten verboten

Die haben sich zweitweise zumindest als Leuchtturmwärter versucht, was aber keiner von ihnen überlebt haben soll. Mittlerweile hat man auf Automatik um- und die Insel unter Naturschutz gestellt. Der Mensch ist Persona non grata und darf die Insel nicht betreten. Ausnahmen gibt es nur für Forschende.

Diese haben besonderes Interesse an der endemischen Schlangenpopulation. Die Insel-Lanzenotter (Bothrops insularis) gehört zur Familie der Grubenottern. Sie ist 70 cm lang, hellbraun bis goldfarben und hochgiftig. Versuche haben gezeigt, dass das Gift Mäuse binnen zwei Sekunden tötet. Aufgrund der isolierten Lage steht es um die Schlangenpopulation allerdings nicht zum Besten. Durch Inzucht sind erbliche Störungen und ein kleiner Genpool die Folge.

So oder so bleibt Queimada Grande ein Ort, der vor allem aus der Ferne dem Paradies gleicht.